Titel: Blauschwarze Schutzüberzüge von Blei- und Mangansuperoxyd auf Metallgegenstände.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1892, Band 286/Miszelle 3 (S. 24)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj286/mi286mi01_3

Blauschwarze Schutzüberzüge von Blei- und Mangansuperoxyd auf Metallgegenstände.

Die Firma Gebrüder Haswell in Wien versieht schon seit einiger Zeit nach einem patentirten Verfahren sowohl Gewehrläufe als auch andere stählerne oder eiserne Gegenstände mit einem Ueberzug von Blei- und Mangansuperoxyd in der Weise, dass die erwähnten Gegenstände in eine mit Ammoniumnitrat versetzte Lösung von Bleinitrat als Anoden eingelegt werden. Neuerdings werden nun auch auf Zinn, Kupfer, Messing u.s.w. nach einem etwas abgeänderten Verfahren derartige Ueberzüge hergestellt. Das hierzu nöthige Bad erhält man wie folgt: 8 Gew.-Th. Bleinitrat werden in 50 Th. Wasser gelöst und diese Lösung in 50 Vol.-Th. Aetznatronlösung vom Volumgewicht 1,26 unter Umrühren eingetragen, bis sieh das ausgeschiedene Bleihydroxyd wieder gelöst hat. In letztere Lösung werden unmittelbar vor Beginn des Brünirens auf 1 l etwa 10 g Mangancarbonat eingerührt. Der Zusatz von Mangancarbonat ist nöthig, weil ohne dasselbe die Brünirung braunschwarz, rauh, ohne Glanz und sehr porig ausfällt. (Nach Metallarbeiter. durch Bayerisches Industrie- und Gewerbeblatt, 1892 Bd. 24 S. 412.)

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: