Titel: Aluminium-Griffel.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1892, Band 286/Miszelle 1 (S. 166)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj286/mi286mi07_1

Aluminium-Griffel.

Die Anwendung einer Legirung des Aluminiums als Schreibstift ist von dem Major a. D. v. Sillich in Amalienruh bei Meiningen angeregt worden. Er fand, dass Aluminium kleine Bestandtheile abgibt, wenn man damit über eine Schiefertafel streicht, und theilte diese Erfahrung der Actiengesellschaft Neuhausen mit. Dieser gelang es, Schreibstifte aus Aluminium zu fertigen, welche auf der Schiefertafel einen fast ebenso hellen Strich ergeben wie der Schieferstift. Die Aluminiumstifte haben etwa 5 mm Durchmesser, sind 14 mm lang und mit Buntpapier bekleidet. Die Spitze ist nicht scharf, sondern massig gerundet; das Ende ist mit einem Loche versehen, mittels dessen man den Stift an der Schiefertafel befestigen kann. Angespitzt braucht der Aluminiumgriffel nicht zu werden; er ist nahezu unerschöpflich und unzerbrechlich. Will man die Spitze schärfen, so dürfte dies am besten mit einer kleinen Feile geschehen. Das Weglöschen der Aluminiumzüge erfolgt mittels feuchten Schwammes. Beim Gebrauch muss man etwas kräftigeren Druck anwenden, als der Schieferstift ihn verlangt. Bezugsquelle der unter Gebrauchsmusterschutz stehenden Aluminiumstifte ist das Centralverkaufsbureau der Aluminium-Industrie-Actiengesellschaft Neuhausen in Frankfurt a. M. (Nach Papierzeitung.)

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