Titel: Mattirungsflüssigkeit für Holz.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1892, Band 286/Miszelle 4 (S. 192)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj286/mi286mi08_4

Mattirungsflüssigkeit für Holz.

Zur Herstellung einer Flüssigkeit, welche auf Holz eine wasserechte Mattirung hervorbringen soll, gibt Heinrich Jordan in Würzburg folgende Vorschrift: Roher Kautschuk wird in der zehnfachen Menge Terpentinöl zum Aufquellen gebracht und durch weiteren Zusatz der gleichen Menge Terpentinöl unter mässigem Erwärmen gelöst.

Ein Theil dieser Lösung und ein Theil gut trocknender Leinölfirniss werden mit einem halben Theil harzsaurem Mangan versetzt und auf 120° C. so lange erhitzt, bis eine klare Flüssigkeit entstanden ist.

Die so erhaltene klare Lösung wird mit der siebenfachen Menge einer 40- bis 45procentigen alkoholischen Schellacklösung unter Erwärmen auf 80° C. gemischt und ein Drittel eines Gemisches hinzugesetzt, bestehend aus 5 Th. gebleichtem Leinöl und 1 Th. Copaivabalsam.

Das fertige Präparat wird mit wollenen Lappen oder weichem Pinsel auf das rohe, gebeizte oder mit Oel geschliffene Holz ein- bis zweimal aufgetragen und erhält so einen Metallglanz, der gegen Wasser, Wein, Bier, Essig, schwaches Seifenwasser u.s.w. widerstandsfähig ist.

An Stelle der alkoholischen Schellacklösung kann das Kautschukpräparat auch mit einem rasch trocknenden Oelfirniss vermischt werden, wodurch solcher, als Mattirungsmittel verwendet, ebenfalls gegen wässerige alkoholische und alkalische Flüssigkeiten widerstandsfähig wird, insofern, dass die damit mattirten Hölzer durch eine Befeuchtung mit denselben keine weissen Flecken erhalten. (D. R. P. Nr. 64474 vom 10. September 1891.)

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