Titel: Bürsten aus Aluminium.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1893, Band 287/Miszelle 2 (S. 23)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj287/mi287mi01_2

Bürsten aus Aluminium.

In der Industrie angewendete Bürsten, also auch diejenigen der Buntpapierfabrikation, zeigen den Uebelstand, dass sie in Folge der immerwährenden Benutzung und des fast ununterbrochenen Durchtränktseins mit wässerigen Farblösungen den verderblichen Einwirkungen der Feuchtigkeit unterworfen sind. Sie müssen von Zeit zu Zeit getrocknet werden, und wenn dies nicht mit grosser Vorsicht geschieht, verzieht sich das Holz, reisst vielleicht gar und ist nicht mehr im Stande, die Borsten zu halten. Auch wenn sich der hölzerne Borstenträger nur verzogen hat, wird die Güte und Gleichmässigkeit des Farbenauftrags schon beeinträchtigt. Das Streben der Fabrikanten technischer Bürsten ist daher schon lange darauf gerichtet, einen Ersatz für Holz zu finden, um den Bürsten unveränderliche Form und möglichst lange Dauer zu geben. Zu diesem Zweck hat man u.a. versucht, Hartgummi statt Holz zu verwenden, angeblich auch mit befriedigendem Erfolge. Noch besser und zuverlässiger sollen die Aluminiumbürsten sein, welche die Firma Herrmann Müller in Berlin S. 14, Dresdenerstrasse 98, seit kurzer Zeit anbietet. Der Anschaffungspreis ist zwar höher als bei Hartgummi und Holz, die Aluminiumplatten können aber nach Abnutzung der Borsten immer wieder verwendet werden, wodurch die Bürsten sich im Laufe der Zeit sogar verhältnissmässig billig stellen sollen. (Papierzeitung.)

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