Titel: E. A. Sperry's elektrische Stossbohrmaschine für Bergwerke.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1893, Band 287/Miszelle 3 (S. 192)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj287/mi287mi08_3

E. A. Sperry's elektrische Stossbohrmaschine für Bergwerke.

Im Electrician, 1892 Bd. 29 * S. 309, wird eine eigenthümliche, zur Benutzung in Bergwerken bestimmte elektrische Bohrmaschine mit unmittelbarem Stoss (vgl. 1892 285 168 und * 277, van Depoele und Siemens und Halske) erläutert, welche E. A. Sperry in einem Vortrage in dem American Institute of Electrical Engineers beschrieben hat. Der hin und her gehende Schaft trägt an dem einen Ende den Bohrer; eine kräftige Feder treibt ihn gegen das Gestein, der Elektromotor zieht ihn zurück. Ein Puffer nimmt den Stoss auf, falls der Bohrer das Gestein nicht erreicht. Die Feder gibt einen Anfangsdruck von 227 k. Das andere Schaftende ist in geeigneter Weise mit dem Ende eines lose auf seiner Achse sitzenden Krummzapfens verbunden, mit welchem durch einen Zapfen ein zweiter Arm verbunden ist; die Achse geht frei durch ein längeres bogenförmiges Loch des Armes, dessen Ende durch eine lange Bogenfeder mit dem Ende des Krummzapfens verbunden ist. Ein Sperrkegel am Ende des Armes wird durch eine Feder in die Zähne am inneren Umfange eines Zahnrades eingelegt, das der stetig laufende Motor mittels eines Triebes treibt. Hat nun der Motor den Krummzapfen unter Spannung der Feder bis zum todten Punkte vorwärts bewegt, so kommt die Feder zur Wirkung, treibt den Bohrer gegen das Gestein und dreht den Krummzapfen und den Arm mit dem Sperrkegel dem Zahnrade voraus rasch vorwärts bis zum zweiten todten Punkte, an welchem sich dann der Sperrkegel wieder in die Zähne des Rades einlegt und das Spiel von neuem beginnt. In der Minute werden 160 bis 225 Schläge gegeben und wenn der Schlag bei einem Abstande von 25 mm der Schulter des Schaftes vom Puffer erfolgt, so trifft er das Gestein mit 454 k.

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