Titel: J. Morin's Inductionsapparat.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1893, Band 287/Miszelle 3 (S. 264)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj287/mi287mi11_3

J. Morin's Inductionsapparat.

In dem von Dubois-Reymond angegebenen Inductionsapparate mit zwei concentrischen Rollen, von denen die eine sich entlang der anderen verschieben lässt, tritt, wenn die Rollen zur Erzeugung der Stromstärke 0 so weit verschoben werden, dass sie keine gemeinschaftliche Verticalebene mehr haben, ein die Beobachtungen etwas störender Fall der Energie ein. Um den Physiologen einen Inductor zu liefern, welcher, für alle Stärken des inducirenden Stromes, einen von der höchsten Energie bis auf 0 herabgehenden Strom zu geben vermag, legt J. Morin nach Comptes rendus, 1892 Bd. 105 S. 389, zwei flache Ringe concentrisch in einander, in welche aussen entsprechend gestaltete Rinnen zur Aufnahme der Windungen eingearbeitet sind. Wird durch die Wickelung des einen Ringes ein Strom mit Unterbrechungen gesendet, so entstehen in der Wickelung des anderen Ringes Inductionströme, welche am stärksten sind, wenn beide Ringe in derselben Ebene liegen, sich aber bis auf 0 herab abschwächen, wenn man den einen Ring um einen gemeinschaftlichen Durchmesser dreht, bis derselbe unter einem rechten Winkel zum anderen steht.

Bei dieser Anordnung würde man auch (sinusoidale, für die Elektrotherapie werthvolle) Wechselströme erhalten, wenn man den einen Ring von einem ununterbrochenen Strome durchlaufen lässt, den anderen aber fortlaufend dreht.

Auch für die elektrische Beleuchtung sich eignende Wechselströme würde man mit diesem Apparate erhalten können, wenn man nur die geringe Zahl der Wechsel durch Stromumsetzer nach der von Prof. Henry in Princetown angegebenen, jüngst auch von Tesla benutzten Weise vergrösserte.

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