Titel: Shiels und Elliot's Klingeleinrichtung für Personenzüge.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1893, Band 289 (S. 14–15)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj289/ar289003

Shiels und Elliot's Klingeleinrichtung für Personenzüge.

Mit Abbildungen.

Zur Herstellung einer Verbindung zwischen dem Maschinenführer bezieh. den Zugführern und den Reisenden haben Shiels und Elliot in Glasgow nachfolgende Signaleinrichtung mit gutem Erfolg auf der North British Eisenbahn eingerichtet. Bei derselben ist (nach Industries vom 11. März 1892 * S. 257) sowohl auf der Locomotive, als auch in jedem Schaffnerwägen des Zuges eine elektrische Klingel mit einer Trockenbatterie aufgestellt; diese Klingeln sind durch zwei, durch den ganzen Zug gehende isolirte |15| Drähte verbunden. Von jedem dieser Hauptleiter ist ein Nebendraht in jeden Raum der Personenwagen geführt und endet daselbst in einen elektrischen Knopf C, der an der Wagenwand unter dem Gepäcknetze in einem mit einer Glasplatte verschlossenen Metallgehäuse angebracht ist (Fig. 1).

Textabbildung Bd. 289, S. 15
An der einen Stirnwand jedes Wagens ist an jeder Seite desselben ein mit den elektrischen Knöpfen in Verbindung stehender Signalarm angebracht, der mit Leuchtfärbe angestrichen ist, damit er auch bei Nacht sichtbar wird. An jeder Wagenstirnwand ist ein röhrenförmiger Träger angebracht, der ein biegsames Kautschukrohr aufnimmt. Jedes derselben ist an dem freien Ende mit einer halben Kuppelung (Fig. 2 und 3) versehen, die so angeordnet sind, dass sie, sobald zwei Wagen zusammen gebracht werden, durch eine einfache Bewegung zum Verschluss in einander kommen, ähnlich wie die Kuppelungen der Westinghouse-Bremse. Die Hauptleiter sind nun durch jene Träger und die Kautschukrohre gezogen und enden an zwei in der Kuppelung an deren Stirnflächen liegenden bogenförmigen Contactstücken; in der geschlossenen Kuppelung liegen dann letztere über einander, und da sie doppelkeilförmig gestaltet sind, so schliessen sie fest in einander. Wird, absichtlich oder unabsichtlich, die Kuppelung der Wagen aufgehoben, so löst sich auch die Drahtkuppelung, ohne dass die Gesammtleitung beschädigt wird. Soll der Zug von einem Wagen aus zum Stillstand gebracht werden, so wird die Glasscheibe über dem elektrischen Knopfe zerschlagen und der Knopf niedergedrückt; hierdurch kommen die Klingeln auf der Locomotive und im Schaffnerwagen in Thätigkeit, während gleichzeitig die Signalarme (bloss des betreffenden Wagens?) ausgelegt werden. Jede missbräuchliche Benutzung kann sofort entdeckt werden.

Textabbildung Bd. 289, S. 15
Diese Anordnung kann zugleich zu einem Verkehr zwischen dem Maschinenführer und dem Schaffner benutzt werden.

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