Titel: Bernhardt's elektrischer Feuermelder.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1894, Band 291/Miszelle 2 (S. 143–144)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj291/mi291mi06_2

Bernhardt's elektrischer Feuermelder.

Einen einfachen und netten elektrischen Feuermelder hat Bernhardt 1893 angegeben. Nach La Lumière, 1893 Bd. 50 * S. 464, sind die zur Meldung eines Brandes bestimmten, in |144| den verschiedenen Räumen des Gebäudes oder Gehöftes aufgestellten Unterbrecher und Thermostaten sämmtlich hinter einander in eine und dieselbe Leitung eingeschaltet. Sobald in einem Unterbrecher oder in einem Thermostat der Stromweg unterbrochen wird, lässt der seither vom Strome durchlaufene Elektromagnet in der Wachstube seinen Anker abfallen und schliesst dadurch den Strom einer zweiten Batterie durch die Lärmklingel. Zugleich lässt ferner der Ankerhebel ein Sperrrad frei, auf dessen Achse ein Zeiger aufgesteckt ist; der Zeiger wird daher jetzt durch das Triebwerk in Umlauf gesetzt und streicht dabei der Reihe nach über eine der Anzahl der Räume gleiche Anzahl von Contacten hin, von denen aus Leitungsdrähte nach den verschiedenen Räumen laufen und hier sich an die von diesem Raume weiter führende Leitung anschliessen. Da ferner der Zeiger mit dem positiven Pol der Batterie verbunden ist, von welchem die Leitung nach dem ersten Raume geführt ist, während vom negativen Pol eine Leitung durch den erwähnten Elektromagnet nach dem letzten Raum läuft, so wird, falls die Unterbrechung im nten Raum eingetreten war, der Strom durch den Elektromagnet wieder geschlossen, wenn der Zeiger auf dem nten Contact eintrifft; der Zeiger bleibt also dann stehen und zeigt an, dass die Meldung vom nten Raum her erfolgt ist. Die Lärmklingel aber läutet so lange fort, bis der Zeiger wieder in seine Anfangsstellung zurückgebracht wird; denn beim Beginn seines Umlaufes hat er einer Feder gestattet, den Stromkreis der zweiten Batterie durch den Elektromagnet der Lärmklingel bleibend zu schliessen.

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