Titel: Gold- und Silbergewinnung.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1894, Band 291/Miszelle 3 (S. 263)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj291/mi291mi11_3

Gold- und Silbergewinnung.

Dr. A. Frank berichtete in einem im Verein zur Beförderung des Gewerbefleisses zu Berlin über seine Reise durch die Vereinigten Staaten von Amerika gehaltenen Vortrag auch über deren Silbererzeugung. Er wies aus den Veröffentlichungen Soetbeer's und des Münzdirectors der Vereinigten Staaten nach, dass sich die Silbererzeugung der Erde 1881 auf 2592000 k belief und bis etwa 1887 auf diesem Punkt stehen blieb. Von da ab stieg sie jedoch in Folge Eröffnung reicher Gruben in Mexico und den Vereinigten Staaten auf 4479000 k. im J. 1891 und sogar 5935000 k in 1892. Die Erzeugung von Silber hatte sich also in wenig Jahren mehr als verdoppelt, während dessen der Verbrauch zu Luxus- und Gebrauchsgegenständen wenig zunahm. Der grosse unverbrauchte Ueberschuss drückte auf den Markt, und das starke Angebot musste ein Fallen des Silberpreises herbeiführen. Die Vereinigten Staaten hielten dieses Fallen eine Zeit lang auf, konnten aber das weitere Sinken nicht hindern.

Die Goldgewinnung der Erde betrug 158000 k im J. 1881, blieb so, bis 1888 die südafrikanischen Lager gefunden wurden, belief sich in diesem Jahre auf 185000 und stieg 1892 auf 196000 k. Die Golderzeugung hatte sich somit etwas vermehrt, aber nicht erheblich genug, um seine Nützlichkeit als Werthmesser zu beeinträchtigen. Während man 1870 15,56 Pfd. Silber für 1 Pfd. Gold zahlte, musste man 1889 schon 22 und 1892 sogar 23,73 Pfd. Silber dafür geben.

(Papierzeitung.)

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: