Titel: Nagelung von Kisten.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1894, Band 291/Miszelle 4 (S. 263–264)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj291/mi291mi11_4

Nagelung von Kisten.

Beim Oeffnen von Kisten, die durch Aufnageln des Deckels verschlossen sind, ist eine Beschädigung des Deckels fast unvermeidlich. Ausserdem ist die Arbeit des Oeffnens mühsam und zeitraubend. Nach einer Mittheilung der Badischen Gewerbezeitung hat die Emailwaarenfabrik Bellino und Co. in Göppingen diese Uebelstände durch Anwendung einer kleinen, aus starkem Eisenblech gestanzten und gepressten Kapsel – etwa dem oberen Theil eines Fingerhutes zu vergleichen – beseitigt. In der Mitte ist dieselbe etwas eingetrieben und leicht durchgeschlagen, so dass Nägel von verschiedenen Stärken durch Hammerschläge leicht hindurchgetrieben werden können. Der „Schutzkörper“ wird auf das zu nagelnde Holz aufgesetzt, mit der Kuppe nach oben, und nunmehr der Nagel durch denselben hindurch eingeschlagen, bis sein Kopf von der erwähnten Vertiefung aufgenommen wird. Soll der Nagel wieder ausgezogen werden, so geschieht dies in der Weise, dass man mittels einer gewöhnlichen Beisszange den Schutzkörper fasst, |264| ihn seitlich zusammendrückt und nunmehr mitsammt dem Nagel herauszieht. – Diese neue Nagelung bietet den weiteren Vortheil, dass durch das Eintreiben des Nagels entstandene Spalten des Holzes durch die (in ihrem unteren Durchmesser 12 mm breite) Kapsel zusammengehalten werden.

Die Preise des Schutzkörpers sind 2,50 M. für das Tausend. Ihre Anwendung stellt sich demgemäss bei mittleren bis grösseren Kisten auf etwa 2½ bis 5 Pfg.

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