Titel: Die Photographie als Mittel für Brückenprüfungen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1894, Band 291/Miszelle 6 (S. 264)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj291/mi291mi11_6

Die Photographie als Mittel für Brückenprüfungen.

Angeregt durch die verdienstvollen Veröffentlichungen des Hofraths Prof. Dr. Fränkel und Regierangsbaumeisters Breuer, weist Ingenieur Lotz in Giessen darauf hin, dass er seit einiger Zeit Messungen für Brückenprüfungen auf photographischem Wege ausführe. Die Anwendung dieses Verfahrens dürfte wohl bei den meisten Brücken keine Schwierigkeiten machen. Je nach der Brückengrösse ist der ganze Ueberbau oder ein Theil desselben zuerst im unbelasteten Zustande möglichst gross aufzunehmen. Die zweite Aufnahme erfolgt nach aufgebrachter Belastung von demselben Standpunkte aus. Die Ergebnisse würden alsdann gehörig zu vergrössern sein, was bekanntlich nach guten Platten bis zu ganz ausserordentlichen Abmessungen erfolgen kann. Aus den so gewonnenen Vergrösserungen können dann unter Berücksichtigung des Maasstabverhältnisses die Veränderungen der einzelnen Brückenglieder leicht mit hinreichender Genauigkeit ermittelt werden.

Es ist selbstverständlich, dass man zu derartigen photographischen Messungen einen möglichst grossen und guten Apparat mit richtig zeichnendem Objectiv anzuwenden hätte. Die Herstellung eines vergrösserten Bildes nach der Platte könnte auf überaus einfache und billige Weise erfolgen nach den Angaben in W. K. Burtons' ABC der modernen Photographie, deutsch von Schnauss. (Deutsche Bauzeitung.)

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