Titel: Gewinne aus dem Bergbau.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1894, Band 292/Miszelle 2 (S. 23–24)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj292/mi292mi01_2

Gewinne aus dem Bergbau.

Die Deutsche. Volksw. Corr. schreibt: Vergleicht man die Förderung des deutschen Bergbaues mit der anderer Länder, so bemerkt man, dass Deutschland bezüglich der Erzielung von Gewinnen an zweiter Stelle unter den Hauptstaaten steht und nur von Grossbritannien überholt wird. – Die Förderung des Bergbaus hatte nämlich im J. 1889 einen Werth wie ihn die folgende Uebersicht in Millionen Mark für die Hauptländer Europas gibt:


Brenn-
stoffe

Eisen-
erze
Andere
Mine-
ralien

Zu-
sammen
Grossbritannien und Irland 1133,4 77,6 45,3 1256,3
Deutschland (Preussen) 362,0 30,9 72,9 465,8
Frankreich und Algier 203,8 10,3 23,3 237,4
Oesterreich 97,8 4,9 57,6 160,3
Ungarn 18,2 3,3 32,9 54,4
Belgien 150,2 1,1 1,1 152,4
Italien 2,3 1,5 39,0 42,8
Andere Staaten 57,0 7,9 16,0 80,9

Der Werth der Erzeugnisse Deutschlands betrug demnach etwas mehr als ⅓ von dem Grossbritanniens und war doppelt |24| so gross als der Frankreichs, über doppelt so stark als der Oesterreich-Ungarns, dreifach so gross wie der Werth der belgischen und fast elfmal stärker als der der italienischen Förderung. Was die Gewinnung der 72,9 Millionen Mark an anderen Mineralien in Deutschland angeht, so sind darunter zu verstehen als die wichtigsten: Bleierze (17 bis 18 Millionen Mark), Zinkerze (17 bis 23 Millionen Mark), Kupfererze (18 bis 20 Millionen Mark), Gold und Silber (4 Millionen Mark) u.a. Die Summe aller im Deutschen Reiche gewonnenen Bergwerksproducte steigt übrigens von Jahr zu Jahr, sie betrug

1889: 99414,1 (1000) t im Werthe von 551,1 Mill. Mark
1890: 104322,3 (1000) t 725,6
1891: 108762,2 (1000) t 775,7
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