Titel: Anwendung elektrischer Beleuchtung beim Schachtabteufen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1894, Band 292/Miszelle 4 (S. 96)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj292/mi292mi04_4

Anwendung elektrischer Beleuchtung beim Schachtabteufen.

Auf der Zeche „Prosper“ bei Bottrop wird seit Anfang 1893 bei den im Abteufen begriffenen Wetterschächten elektrisches Glühlicht zur Beleuchtung der Schachtsohlen verwandt. Der Apparat besteht aus einem Haspel, auf welchem ein entsprechend isolirtes Kupferdoppelkabel aufgewunden ist, welches zwei am Ende angebrachte Glühlampen trägt, die mit je einem starken Blechschirm als Reflector versehen sind. Die Lampe hängt frei im Schacht etwa 6 m über der Schachtsohle und wird dem Fortgange der Abteufarbeiten entsprechend nachgelassen. Bei Sprengungen wird sie entsprechend hochgewunden. Um die Lampe im Schachte in jeder beliebigen Höhe feststellen zu können, besitzt das eine Lager der Trommelachse des Haspels eine Flügelmutter mit Klemmvorrichtung, welche die Achse festhält. Der Haspel ist über Tage aufgestellt. Um bei einer Bewegung desselben eine Unterbrechung des Stromes zu verhindern, steht der Anfang des Leitungskabels mit zwei seitlich an der Haspeltrommel angebrachten Schleifringen in Verbindung, welchen durch Schleifbürsten der Strom von der zur Beleuchtung der Tagesanlagen der Zeche dienenden Lichtleitung zugeführt wird. Die Lampe besitzt eine Lichtstärke von 52 Normalkerzen. Die Kosten des Haspels und der Lampe betragen rund 250 M. Der Preis für das laufende Meter des Kabels stellt sich auf 1 M. (Nach Essener Glückauf durch Berg- und Hüttenmännische Zeitung.)

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