Titel: Schutz des Grubenholzes gegen Fäulniss.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1894, Band 292/Miszelle 2 (S. 287–288)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj292/mi292mi12_2

Schutz des Grubenholzes gegen Fäulniss.

Auf der staatlichen Steinkohlengrube Altenburg bei Saarbrücken hat man im J. 1888 damit begonnen, behufs besserer Erhaltung der Zimmerung in den zum Theil einem starken Gebirgsdrucke ausgesetzten ausziehenden Wetterstrecken die kiefernen Stempel oder Thürstöcke versuchsweise mit verschiedenen, die Fäulniss verhindernden Mitteln zu bestreichen. Es wurden hierzu Kalk, Steinkohlentheer, Holztheer und Carbolineum verwendet. Um die Wirksamkeit im Einzelnen vergleichen zu können, sind in derselben Strecke die Thürstöcke abwechselnd mit den verschiedenen Mitteln bestrichen worden. Hierbei hat sich herausgestellt, dass Kalk am wenigsten die Fäulniss verhütet. Steinkohlentheer erhielt die Stempel äusserlich zwar gesund, es zeigte sich aber bald, dass dieselben sämmtlich innerhalb durchfault waren. Am besten hat sich das Avenarius Carbolineum bewährt. Letzteres wird deshalb |288| nunmehr allgemein zum Bestreichen der Zimmerung in den ausziehenden Wetterstrecken der gedachten Grube benutzt. Für den guten Erfolg ist es nothwendig, dass die Stempel vorher vollständig entrindet und gut ausgetrocknet sind. Das gleiche Carbolineum hat sich auch in einer Beamtendienstwohnung der staatlichen Steinkohlengrube Gerhard bei Saarbrücken gegen Hausschwamm bewährt. Nachdem sich dort die gewöhnlichen Mittel als erfolglos erwiesen hatten, wandte man schliesslich Carbolineum an, mit welchem die neuen Hölzer bestrichen wurden. Seitdem hat sich der Schwamm nicht wieder gezeigt. (Zeitschrift für das Berg-, Hütten- und Salinenwesen.)

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