Titel: Elektrischer Fabrikbetrieb.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1894, Band 293/Miszelle 1 (S. 216)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj293/mi293mi09_1

Elektrischer Fabrikbetrieb.

Eine ausgedehnte Anwendung der elektrischen Kraftübertragung hat die Firma Gebrüder Naglo in Berlin bei ihrer Neuanlage an der Köpniker Landstrasse vorgesehen. Die elektrischen Einrichtungen sind von der Firma selbst gefertigt, und zwar ist der Betrieb aller Arbeitsmaschinen elektrisch. Die gesammte mechanische Kraft der Betriebsdampfmaschine wird in elektrische Energie umgesetzt, und der so erzeugte Strom, den man zum Theil in einer Accumulatorenbatterie aufspeichert, mittels Elektromotoren zum Betriebe von Gruppen kleiner Arbeitsmaschinen oder einzelner grosser Arbeitsmaschinen verwendet. Da Riemen zur Uebertragung von Kraft auf die Arbeitswellen nicht vorkommen, so ist im Betriebe ausserordentliche Sicherheit erzielt. Die Antriebe erfolgen durch directe Zahneingriffe von der Welle des Elektromotors auf die Betriebs wellen. In den meisten Fällen sind auf die Achsen der Elektromotoren Triebe aus Rohhaut aufgekeilt, welche in breite eiserne Zahnräder eingreifen. Da die Firma auch den elektrischen Eisenbahnbau zu betreiben gedenkt, sind auf dem Grundstück eine in sich selbst zurücklaufende Schienengleisanlage und verschiedene andere in das Eisenbahnfach einschlagende elektrisch betriebene Vorrichtungen hergestellt.

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