Titel: Herrichtung von Holzplatten zu Malzwecken.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1894, Band 293/Miszelle 2 (S. 216)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj293/mi293mi09_2

Herrichtung von Holzplatten zu Malzwecken.

Die Verwendung von Malbrettern an Stelle von Malleinwand und Malpappe ist seit einer Reihe von Jahren in stetem Zunehmen begriffen, besonders seitdem man solche aus drei und mehr kreuzweise über einander geleimten Fourniren oder dünnen Brettern herstellt. Diese bis jetzt bekannten Malbretter wurden ausschliesslich mit glatter Maloberfläche hergestellt, welche beim Malen die Farbe vom Pinsel bei weitem nicht so gut abnimmt, wie dies die rauhe Malleinwand thut. Ungeachtet dieses von allen Kunstmalern gefühlten Mangels hat man bisher noch keine Malbretter mit rauher, dem Gewebe der Malleinwand ähnlicher Maloberfläche hergestellt. Gustav Laue in Teplitz i. B. (D. R. P. Nr. 74806) ist es nun gelungen, der Maloberfläche der Malbretter durch Prägung genau das Aussehen und die Eigenschaften der Malleinwand zu geben; die so hergestellten Malbretter nehmen auch vermöge der Rauhheit ihrer Oberfläche die Farbe ebenso gut auf wie Malleinwand.

Das Einprägen der Leinwandtextur in das Holz kann auf zweierlei Arten geschehen, indem man nämlich entweder auf der glatt geschliffenen Oberfläche der Malbretter ein gleich grosses Drahtgeflecht (Metalltuch) von beliebiger Feinheit leicht befestigt und das Ganze dann einem scharfen Druck aussetzt, oder indem man die glatt geschliffenen Malbretter ein Walzenpaar passiren lässt, in dessen obere Walze das Gewebe der Malleinwand eingravirt ist. Die Bretter werden darauf in bekannter Weise grundirt. (Papier-Zeitung.)

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