Titel: Ueber Carborundum.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1894, Band 294/Miszelle 3 (S. 144)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj294/mi294mi06_3

Ueber Carborundum.

Textabbildung Bd. 294, S. 144
Das pennsylvanische Franklin-Institut hat eine Commission zur Prüfung des Acheson'schen Carborundums eingesetzt, deren Bericht nunmehr vorliegt. Bezüglich der Fabrikation bringt er ausser einigen Ofenschnitten, von denen der Längsschnitt nebenstehend wiedergegeben ist, nichts Neues. A bedeutet die Stromquelle, B die Kohlenelektroden, welche mit einem Asbestfutter C in das Mauerwerk des Ofens eingesetzt sind, D ist feines Kohlepulver, K die Mischung aus Kohle, Sand, Salz und Sägemehl, welche den Kokekern F umhüllt.

Was die technische Verwendung angeht, so erscheint das Carborundum in der That geeignet, den Diamantstaub zu ersetzen. Es ist mit Erfolg für das Schneiden und Poliren von Diamanten und anderen Edelsteinen in Gebrauch genommen worden. Weiter wird es bei der Herstellung der neuen Westinghouse-Glühlampen in namhafter Menge zum Schleifen der Glastheile benutzt und hat sich im Maschinenbau für Specialzwecke, wie zum Abschleifen von Messingventilen, gut bewährt. Seine Verwendung in Form grosser Schleifräder an Stelle der üblichen Schmirgelräder für generellen Gebrauch im Maschinenbau ist noch im Versuchsstadium. Hingegen hat es in Form kleiner Rädchen, Spitzen und Scheiben in der zahnärztlichen Technik gegenüber den bisher benutzten Corund- und Schellackinstrumenten allgemein anerkannte Vorzüge gezeigt. (The Journal of the Franklin Institute, Juni 1894.)

H.

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