Titel: Salpeter in Egypten.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1894, Band 294/Miszelle 15 (S. 216)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj294/mi294mi09_15

Salpeter in Egypten.

W. Cossar Mackenzie hat den thonigen Kalkstein, welcher in der Gegend zwischen Keneh und Esneh eine Kette von zahlreichen kleinen Hügeln von etwa 75 engl. Meilen Länge bildet und von den Eingeborenen wegen seines Gehaltes an Natronsalpeter als Düngemittel verwendet wird, an Ort und Stelle untersucht und theilt mit (Journ. Soc. Chem. Ind., 1894 S. 611), dass der Natronsalpeter in diesem Kalkstein in sehr wechselnder Menge sich findet und allem Anscheine nach organischer Substanz seine Entstehung verdankt, die sich in vom Wasser gebildeten Höhlungen und Spalten des Kalksteines angesammelt und nach dem Verschwinden des Wassers unter dem Einflüsse des warmen Klimas Nitrification erlitten hat. Bei der ungünstigen Lage der Fundstätten – mehrere Stunden weit in der Wüste – würde eine technische Nutzbarkeit voraussetzen, dass grössere Quantitäten von mindestens 10 Proc. Natriumnitratgehalt aufgefunden würden, was recht zweifelhaft erscheint, da, von einzelnen Auswitterungen abgesehen, die sehr reich an Salpeter waren, der Verfasser durchweg geringere Procentgehalte gefunden hat. Seine Proben waren allerdings sämmtlich nur von einer Fundstätte entnommen.

H.

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