Titel: Heizkraft des Rauches.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1894, Band 294/Miszelle 17 (S. 216)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj294/mi294mi09_17

Heizkraft des Rauches.

R. R. Tatlock (Chem. News vom 3. August 1894) berechnet aus dem Verhältnisse des Heizwerthes der von einer Kohle abgegebenen Gas- und Theermengen zu dem Heizwerthe des verbleibenden Koks eine theoretische obere Grenze von 15 Proc. für den Heizverlust durch in den Abgasen mitgeführte unverbrannte Substanz für den Fall, dass sämmtlicher Theer und alles Gas unverbrannt verloren geht und dass die verwendete Kohle nur 50 Proc. festen Kohlenstoff bei 37,5 Proc. Gas, Theer u.s.w. liefert. In der Praxis werden die verwendeten Kohlen meist mehr Koksausbeute geben und es wird stets ein grosser Theil des Theeres und der Gase verbrennen. Es gehen deshalb niemals auch nur entfernt 15 Proc. des Heizmaterials unverbrannt verloren. Die directe Untersuchung russiger Abgase führte den Verfasser zu dem Resultate, dass 1) Kohlenwasserstoffe und Kohlenoxyd auch in solchem Rauche nicht vorhanden sind und dass 2) das Quantum an fester, kohliger Substanz im Rauch ein so kleines ist, dass der dadurch veranlasste Verlust an Heizkraft nur 0,74 Proc. von der Heizkraft des verwendeten Heizmaterials ausmacht. Eine Rauchverbrennung kann deshalb niemals gewinnbringend sein.

H.

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