Titel: Das Stahlmessband des Hamburger Vermessungsamtes.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1894, Band 294/Miszelle 2 (S. 213–214)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj294/mi294mi09_2

Das Stahlmessband des Hamburger Vermessungsamtes.

Die Zeitschrift für Vermessungswesen 1894 Nr. 18 S. 542 bringt folgende Mittheilung von E. Konegen, Hamburg: „Im Anschluss an die in dieser Zeitschrift Nr. 11 S. 348 und Nr. 13 S. 401 beschriebenen Messbänder: Neues Messband von Steuerinspector Fuchs und Neues Stahlmessband von Th. Kremer, möchte ich das am hiesigen Vermessungsbureau gebräuchliche Stahlmessband beschreiben, das seit länger als 15 Jahren hier benutzt wird und sich sehr gut bewährt. – Dieses hat mit den oben beschriebenen das gemeinsam, dass der Anfangs- und Endpunkt. des 20 m langen Messbandes beim Messen ebenfalls dufch Markirnadeln bezeichnet wird, unterscheidet sich aber von jenen zunächst dadurch, dass es um einige Centimeter länger als 20 m ist, und zwar um soviel, als es die Endringe vor bezieh. hinter der Anfangs- und Endmarke erfordern. Diese Ringe dienen, und dieses ist der Hauptunterschied von den sonst üblichen Messbändern, nicht zur Aufnahme der Kettenstäbe, die bei diesem Messbande ganz fortfallen, sondern sie bilden oval geformte Handgriffe, an welchen die Kettenzieher das Messband direct straff ziehen.

Die Anfangs- und Endmarke besteht aus einem kleinen quadratischen Einschnitt von etwa 8 mm Seitenlänge in eine die Messbandenden verstärkende Stahlplatte, in welchen die Markirstäbchen, von denen hier 6 Stück zu einem Messband gehören, eingesetzt werden.

Der Handgriff hat 74 mm und 42 mm innere Breite und Weite. Dass mit diesem Messband bei richtiger Handhabung die grösstmögliche Genauigkeit erreicht wird, leuchtet wohl von selbst ein.

Die Handhabung bei aufliegendem (wagerechtem) Messband bedarf keiner weiteren Erläuterung; bei Gefälle oder sonstigen Unebenheiten des Bodens wird von einem oder, wenn erforderlich, von beiden Messgehilfen durch Lothen in der Anfangs- bezieh. Endmarke die Projection des Messbandes auf das Terrain bewirkt, und zwar durch Lothe von etwa 12 cm Länge bei etwa 2 cm Durchmesser, die unten stumpf, d.h. abgeplattet sind, so dass dieselben im weichen Boden einen Abdruck hinterlassen, in dessen Mitte die Markirnadel eingesetzt oder auf |214| hartem (Stein-) Boden stehen bleiben, an deren Stelle dann ein Zeichen mit Hinzufügen der Nadel angebracht werden kann. Für das Hamburger Vermessungsbureau liefert die Messbänder mit Handgriffen das Mathematisch-mechanische Institut von Dennert und Pape in Altona.“

-r.

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