Titel: Kalium-Natrium-Thermometer.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1894, Band 294/Miszelle 2 (S. 237–238)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj294/mi294mi10_2

Kalium-Natrium-Thermometer.

In der Sitzung der chemischen Gesellschaft vom 14. Februar d. J. machte Wiebe über Kalium-Natrium-Thermometer und die verschiedenen Bestrebungen, höhere als bei Thermometern mit lediglich Quecksilberfüllung zulässige Wärmegrade |238| zu messen, nachstehende Mittheilung, die wir der Zeitschrift für Berg- und Hüttenwesen entnehmen:

Den Siedepunkt des Quecksilbers im gewöhnlichen Thermometer (357° unter 1 at Druck) erhöhte vor nahezu 50 Jahren Person durch Einbringen von Stickstoff unter 4 at Druck in die Capillare, wo dann die Thermometer bis 450° brauchbar waren. Neuerdings steigerte Schott die Temperaturmessung bis auf 500° durch Einbringen von Stickstoff unter 10 at, Mahlke bis auf 550° durch Verwendung der leichter zu beschaffenden Kohlensäure unter 16 bis 18 at Druck. Derartige Thermometer werden von Niehls in Berlin hergestellt. Hempel verwendet eine bei gewöhnlicher Temperatur flüssige Legirung von 10 Th. Kalium und 6 Th. Natrium, welche bei + 4,5° gefriert und bei etwa 650° siedet, für Thermometer an, welche in der in der Zeitschrift für Glasinstrumenten-Industrie, 1894 Nr. 1, angegebenen Weise hergestellt werden und von der Firma Baird und Tallock in London zu 40,40 M. für das Stück zu beziehen sind. Ausser Verwendung für hohe Temperaturen empfehlen sich dieselben für Fälle, wo es auf ein besonders grosses Intervall ankommt, wie bei Siedethermometern oder Thermometern für calorische Zwecke.

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