Titel: Neuer Richtstab für Messbänder zum Landmessen mit spatenförmigem Schuh von Julius Raschke in Glogau.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1894, Band 294/Miszelle 5 (S. 238)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj294/mi294mi10_5

Neuer Richtstab für Messbänder zum Landmessen mit spatenförmigem Schuh von Julius Raschke in Glogau.

Bei den jetzt gebräuchlichen, unten mit runden eisernen Spitzen versehenen Richtstäben kommt es häufig vor, dass beim Anziehen des Messbandes der Richtstab von dem Punkte, in welchem er in den Boden eingesetzt ist, abgezogen wird und in der Zugrichtung sich verrückt, was zu ungenauen Messungen Veranlassung gibt. Dieser Uebelstand kann sich in leichtem Boden und bei ungeübten Kettenziehern, mit welchen in den meisten Fällen zu rechnen ist, derartig steigern, dass das Einhalten der Fehlergrenzen in Frage gestellt wird. Der Grund davon liegt in der runden zugespitzten Form des Richtstabes, welche der in der Richtung des Messbandes auf den Stab ausgeübten Kraft keinen genügenden Widerstand in den Boden entgegenzusetzen vermag.

Diesen Hauptübelstand beseitigt der neue Richtstab in vollständig rationeller Weise dadurch, dass das Ende des Stabes eine spatenförmige Form erhalten hat. Der Stab wird mit der breiten Seite nach der Zugrichtung in den Boden eingesetzt und bietet alsdann der spatenförmige Schuh dem Boden einen derartigen Widerstand, dass der Stab beim Anziehen des Messbandes auf dem Punkte, wo er in die Erde eingesetzt ist, unveränderlich stehen bleibt. Diese neuen Richtstäbe kosten aus Eichenholz 4,50 M., aus Kiefernholz 3,50 M. das Paar und sind zu beziehen von der Firma Julius Raschke in Glogau. (Zeitschr. f. Verm.-Wes., 1894 S. 638.)

-r.

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