Titel: Wasserstandszeiger mit gefärbtem Flüssigkeitsschwimmer.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1895, Band 295 (S. 159)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj295/ar295038

Wasserstandszeiger mit gefärbtem Flüssigkeitsschwimmer.

Mit Abbildung.

Es sind vielfach Versuche angestellt worden, um die Wasserstandszeiger an Dampfkesseln den beobachtenden Kesselwärtern möglichst deutlich ersichtlich zu machen. Aus diesen Bestrebungen ging eine Construction von W. Stricker und K. v. Koeppel in München (D. R. P. Nr. 76894) hervor, die in Nachstehendem beschrieben ist. Auf dem oberen von den zwei das Wasserstandsglas tragenden Stützen ist ein kleiner aus Rothguss bestehender Apparat A aufgeschraubt, der mit einer grell rothen Flüssigkeit F angefüllt ist. Der Apparat trägt unten einen Hahn H, dieser Hahn hat aber keine durchgehende Oeffnung, sondern nur eine kleine Aussparung, welche gestattet, dass bei einer Vierteldrehung des Hahnes nur ein Tropfen T von der rothen Flüssigkeit in das Wasserstandsglas gelangt. Da die zur Verwendung gelangende Flüssigkeit specifisch leichter als Wasser ist, so schwimmt der Tropfen auf letzterem und lässt den Wasserstand im Glase deutlich erkennen. Durch eine entsprechende Verbindung des Hahnes H mit dem Ausblasehahn H1 fällt sofort nach jedesmaligem Ausblasen des Wasserstandsglases wieder ein Tropfen Schwimmflüssigkeit hinein. Das Quantum der sich im Apparat befindlichen Flüssigkeit wird durch die Glasröhre G angezeigt.

Textabbildung Bd. 295, S. 159

Um die Schwimmflüssigkeit F unfehlbar in das Wasserstandsglas hinein gelangen zu lassen, wird der im Kessel vorhandene Druck benutzt. Durch das Rohr R wird die Flüssigkeit F im Apparat in die Höhe getrieben und gelangt dann durch das Röhrchen R1 an den Hahn H.

Der beschriebene Apparat findet auch Verwendung als Flüssigkeitsanzeiger von Benzin- u.s.w. Reservoirs; insbesondere sind es Benzinbehälter, die durch ihre dunkle Placirung und die fast farblose Flüssigkeit ihren Inhalt in der Glasröhre kaum erkennen lassen.

W.

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