Titel: Galvanisch vergoldetes Steingut.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1895, Band 295/Miszelle 4 (S. 48)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj295/mi295mi02_4

Galvanisch vergoldetes Steingut.

Nach einer Mittheilung des Sprechsaal stellt Dr. R. König, Director der Wächtersbacher Steingutfabrik, galvanische Vergoldungen auf glasirtem Steingut auf folgende Art her. Zuerst werden die Gegenstände mit den Mustern für das galvanische Gold auf dem Wege des bekannten Druck- und Umdruckverfahrens bedruckt, und zwar mit einem metallischen, sogen. galvanischen Firniss. Sodann wird in der Muffel eingebrannt, wobei Oele und Harze verbrennen, aber eine metallische feine Schicht auf der Glasur lassen, so dass diese Stellen leitend werden. Das Stück wird nun in das Goldbad eingehängt und das Gold schlägt sich bei vorsichtiger Bemessung der Zeit in entsprechender Dicke der Schicht nieder. Nach dem Ausheben, Abspülen und sanften Abreiben erscheint das Gold glänzend und glatt. Diese galvanische Vergoldung soll einen sehr soliden Eindruck, namentlich auf Farbglasuren, machen.

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