Titel: Statistisches über Blei- und Farbstifte.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1895, Band 295/Miszelle 3 (S. 71–72)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj295/mi295mi03_3

Statistisches über Blei- und Farbstifte.

In den letzten fünf Jahren hat die Ein- und Ausfuhr Deutschlands an Blei- (Graphit-) und Farbstiften, Pastellstiften, Zeichenkohle und Zeichenkreide betragen:

Einfuhr Ausfuhr

100 k
Werth
in 1000 M.

100 k
Werth
in 1000 M.
1889 372 112 9481 3318
1890 309 109 9784 3229
1891 363 98 9433 2971
1892 1151 184 9477 2843
1893 1480 237 10902 3271

Für die fünf Jahre zusammen bewerthet sich hiernach die Einfuhr auf ¾ Millionen Mark, die Ausfuhr dagegen auf mehr als 15½ Millionen Mark. Letztere besteht vorwiegend in dem Allerweltsartikel Bleistifte, hinsichtlich deren Herstellung Deutschland schon lange den ersten Rang einnimmt, denn Frankreich, Russland und Italien sind trotz hohen Eingangszolles noch weit hinter der deutschen Fabrikation zurück und England fabricirt fast gar keine Bleistifte mehr. Nur in Oesterreich und Nordamerika hat sich eine bedeutende Concurrenz entwickelt; letzteres Land ist überdies seines hohen Zolles wegen dem deutschen Export fast ganz verschlossen.

Die stärkste Ausfuhr in den oben genannten Artikeln findet nach England statt, wohin 1892 2375, 1893 2864 Doppelcentner versandt wurden. Der Absatz nach Frankreich ist in den letzten zwei Jahren von 1105 auf 920 Doppelcentner zurückgegangen, |72| dagegen derjenige nach Holland von 501 auf 755, nach Italien von 421 auf 481, nach der Türkei von 463 auf 633 Doppelcentner gestiegen. Nach Belgien wurden 1892 372, 1893 352 Doppelcentner, nach Oesterreich-Ungarn 1892 503, 1893 472, nach Russland 1892 331, 1893 329 Doppelcentner ausgeführt.

Bemerkenswerth ist die auffällige Zunahme der Einfuhrzahlen in den beiden letzten Jahren. Diese Zunahme ist indessen lediglich der gesteigerten Einfuhr von Graphit in gepressten oder abgepassten kleinen Tafeln oder Blöcken aus Oesterreich-Ungarn zuzuschreiben, für welchen Artikel im deutsch-österreichischen Handelsvertrag vom 1. Februar 1892 der deutsche Eingangszoll von 20 M. auf 2 M. herabgesetzt wurde. Die Einfuhr aus Oesterreich-Ungarn ist von 181 Doppelcentner im J. 1891 auf 954 Doppelcentner in 1892 und 1294 Doppelcentner in 1893 gestiegen. (Papierzeitung, Nr. 52 S. 1678.)

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