Titel: Unterirdischer Pelzer-Ventilator auf der Zeche Rhein-Elbe bei Gelsenkirchen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1895, Band 295/Miszelle 1 (S. 93)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj295/mi295mi04_1

Unterirdischer Pelzer-Ventilator auf der Zeche Rhein-Elbe bei Gelsenkirchen.

Derselbe befindet sich 242 m unter Tag, hat 3500 mm Durchmesser und 800 mm Breite und wird mittels elektrischer Kraftübertragung betrieben. Die mit selbsthätiger Expansion arbeitende Betriebsmaschine über Tag ist eine Zwillingsmaschine mit 550 mm Kolbendurchmesser und 800 mm Hub. Die zwei hinter einander liegenden Dynamomaschinen (vierpolige Aussenpolmaschinen mit Serienwickelung) werden durch zwei über einander laufende Riemen bei einer Uebersetzung von 7,95 bezieh. 7,64 angetrieben. Von den beiden unterirdischen Elektromotoren erfolgt die Uebertragung der Drehung auf die Ventilatorachse ebenfalls mittels zweier auf einander laufenden Riemen mit einer Uebersetzung von etwa 0,5. Bei 60 minutlichen Umdrehungen der Betriebsmaschine betrug

die indicirte Arbeit derselben 142
die Dynamomaschinen lieferten 114
die Elektromotoren 96
die Nutzleistung des Ventilators war 53,7

hierbei machte das Ventilatorrad 185 Umdrehungen in der Minute und lieferte 2200 cbm Wetter bei 110 mm W.-S. Depression. Der Gesammtwirkungsgrad der unterirdischen Ventilationsanlage wäre demnach . Der Strom wird durch blanke, kupferne Leitungsdrähte von 7 mm Durchmesser durch den ausziehenden Schacht hinabgeführt. Hierbei hat sich die Leitung wenig haltbar gezeigt, so dass einzelne Theile derselben wegen Oxydation fortwährend ausgewechselt werden müssen. Man beabsichtigt, den Strom durch den einziehenden Schacht zu führen und statt blanker Drähte Kabel zu verwenden. (Oesterreichische Berg- und Hüttenmännische Zeitung, 1895 S. 13.)

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: