Titel: Verleimen der Riemenenden.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1895, Band 295/Miszelle 3 (S. 94)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj295/mi295mi04_3

Verleimen der Riemenenden.

Zum Verleimen von Riemenenden gibt Revue universelle, VII. Jahrgang Nr. 19, nachstehende Vorschriften:

1) Gleiche Theile Gelatine und Fischleim weiche man 10 Stunden lang in Wasser und koche darauf mit Tannin ein bis zum teigigen Zustande. Vor dem Verleimen müssen die zu verbindenden Oberflächen sorgfältig gereinigt werden, der Leim wird warm aufgetragen.

2) 1 k Guttapercha, zu kleinen Stücken zerschnitten, wird im Wasserbade mit 10 k Benzol bis zur völligen Lösung erwärmt. Alsdann wird Leinölfirniss bis zu 2 k hinzugefügt.

3) 1,5 k feinzerschnittener Kautschuk wird in der Wärme in 10 k Schwefelkohlenstoff gelöst, dazu wird 1 k Gummilack und 1 k Terebinthessenz gegeben und erhitzt, bis sich alles gleichmässig gelöst hat.

4) Bei gelindem Feuer löse man 1 k Leim in 1,5 k Wasser, verdampfe bis zur Syrupdicke, füge 100 g Terebinthöl und 5 g Carbolsäure hinzu und lasse in flachen Gefässen erkalten und die Masse in flachen Scheiben an der Luft eintrocknen. Bei der Anwendung löst man diese Masse in schwachem Weinessig und trägt warm auf das zu verbindende Ende. Die verleimten Enden werden mit bis zu 30° erwärmten Eisenstücken gepresst.

(Vorsicht in allen Fällen wegen Feuergefährlichkeit!)

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