Titel: Empfindliches Barometer.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1895, Band 295/Miszelle 1 (S. 144)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj295/mi295mi06_1

Empfindliches Barometer.

Bei dem Barometer von C. O. Bartrum in London hat das Glasrohr eine Länge von 1,2 bis 1,5 m und im mittleren Theile eine Erweiterung von ungefähr 7,5 cm Höhe. Das Quecksilber reicht vom unteren Gefäss bis in diese Erweiterung und ist durch eine Flüssigkeit von geringem specifischen Gewicht überdeckt, welche auch das obere, wieder den normalen Querschnitt besitzende Stück des Rohres theilweise erfüllt. Bei zunehmendem Luftdruck verdrängt das steigende Quecksilber einen Theil jener Flüssigkeit aus dem erweiterten Raume in das obere engere Rohr und bringt deren Spiegel auf eine im umgekehrten Verhältniss der Querschnitte grössere Höhe. Die Flüssigkeit muss möglichst wenig flüchtig sein, um den Gegendruck ihres Dampfes im luftleeren Raume zu vermeiden. Als hierzu geeignet wurde salicylsaures Methyl befunden, das eine 12mal geringere Dichte als das Quecksilber und in Dampfform bei gewöhnlicher Temperatur eine sehr geringe Spannkraft besitzt. Ein Barometer gewöhnlicher Einrichtung mit Glycerinfüllung wird 5- bis 6mal so lang und ist überdies wegen Durchdringen von Luft in das Vacuum unverlässlich. (Eng. and Ming. Journal durch Oesterreichische Zeitschrift, 1894 S. 648.)

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