Titel: Schleifvorrichtung für Werkzeuge.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1895, Band 295/Miszelle 3 (S. 167–168)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj295/mi295mi07_3

Schleifvorrichtung für Werkzeuge.

Wie das Bayerische Industrie- und Gewerbeblatt, 1894 26 S. 559 nach American Machinist mittheilt, legt man in Amerika beim Schleifen von Werkzeugen (Grabstichel, Bohrer, Drehstichel) ein grosses Gewicht auf Correctheit der angeschliffenen Flächen; häufig werden diese beim Abziehen der Werkzeuge auf dem Oelstein durch ungeübte Arbeiter wieder verdorben. Eine Einrichtung, welche Fehler der angedeuteten Art vermeidet, indem sie den zu schleifenden Sticheln mittels Einspannvorrichtungen, die beliebig verstellt werden können, die erwünschte Lage ertheilt und während des Schleifens erhält, zeigt nebenstehende Figur.

Textabbildung Bd. 295, S. 167

In derselben stellt A den Oelstein dar, B ist ein Bügel, in welchem unten eine Rolle C sitzt, deren Breite den Oelstein noch überragt. An dem oberen Auge des Bügels ist drehbar eine Säule D eingesetzt, deren Drehung zu einer Nullmarke an einer Theilung abgelesen werden kann. Am anderen Ende der Säule ist parallel zur Rolle C ein Cylinder E drehbar und nach einer Theilung einstellbar eingesetzt, welcher an dem in der Figur vorn liegenden Ende rechtwinkelig durchbohrt ist und das zu schleifende Werkzeug trägt; dies lässt sich mittels einer Mutter von hinten her festziehen. Mittels der beschriebenen beiden rechtwinkelig zu einander liegenden Drehungen bei D und E kann man dem Werkzeug jede beliebige Stellung |168| zum Oelstein geben. Man führt dann die Einrichtung so über den Stein, dass gleichzeitig sich die Rolle C abrollt und das Werkzeug aufliegt.

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