Titel: Mehle's künstliche Sandsteine.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1895, Band 295/Miszelle 3 (S. 191–192)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj295/mi295mi08_3

Mehle's künstliche Sandsteine.

Aus einer Mischung von Sand, Sandsteinabfällen, Hochofenschlacke und Cement mit geringem Wasserzusatz stellt die Gesellschaft m. b. H. Mehle's Bau-Patente in Frankfurt a. M. einen künstlichen Sandstein her, welcher nach den Angaben der Fabrik durch Einstampfen in Formen, welche den benöthigten Werksteinen entsprechend gearbeitet sind, gewonnen wird und nach 2 Tagen nach dem Einstampfen sich mit den leichtesten Werkzeugen, sowie auch auf der Drehbank bearbeiten lässt. Nach völliger Austrocknung wird die Masse so hart, dass sie nur noch mit den üblichen Steinmetzwerkzeugen bearbeitet werden kann. Der künstliche Sandstein wird in allen Farben von weiss bis gelb, roth und grau hergestellt und hat bei ungefähr gleichem specifischen Gewicht eine grössere Widerstandsfähigkeit wie der natürliche Sandstein. Die Sandsteinmasse wird in gemischtem und trockenem Zustand wie Cement in Fässern oder Säcken ab Fabrik zum Preise von 8 M. für 100 k versandt und erst auf der Baustelle verarbeitet. Die Verwendung erfolgt so, dass nur die sichtbare Fläche des anzufertigenden Werksteines eine Lage der Patentmasse von etwa 20 mm Dicke erhält, während der übrige Theil des Steines aus der üblichen Betonmasse hergestellt wird. 1 cbm Patentmasse |192| reicht für ungefähr 10 cbm Steine. (Deutsche Bauzeitung vom 9. Februar 1895.)

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