Titel: Schutzmittel für guss- und schmiedeeiserne Röhren.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1895, Band 295/Miszelle 3 (S. 300–301)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj295/mi295mi13_3

Schutzmittel für guss- und schmiedeeiserne Röhren.

In einem auf der Versammlung der American Society of Mechanical Engineers gehaltenen Vortrage wies, nach dem Journal für Gasbeleuchtung und Wasserversorgung, M. P. Wood auf die Schwierigkeiten hin, solche schmiede- oder gusseiserne Gas- oder Wasserleitungen gegen Corrosion zu schützen, welche in Schlacken von Hochöfen, Walzwerken u.s.w. verlegt sind. Zwar gewährten Ueberzüge aus Pechmischungen einigen Schutz, allein der Temperaturwechsel, der Schwefelgehalt der Schlacke |301| oder Asche und die Porosität jenes Materials, welche die Circulation von Luft und Feuchtigkeit begünstigt, machen in Verbindung mit den Vibrationen der über dem Rohre sich bewegenden Transportfahrzeuge jenes Schutzmittel nahezu illusorisch. Wood empfiehlt, die Rohrleitungen, woraus auch sonst ihr Ueberzug bestehen mag, mit einer Thonschicht zu umgeben, welche bei Röhren von unter 20 bis 25 cm Durchmesser die Grösse des letzteren, und bei grösseren Leitungen deren Halbmesser als Stärke besitzt. In Bezug auf die Frage des Schutzes der Leitungen gegen elektrolytische Einwirkungen ist Redner der Ansicht, dass für die Muffendichtungen Portlandcement verwendet werden solle; überhaupt sei, trotz langjähriger günstiger Erfahrungen, Kalkmörtel (? vgl. unten) und hydraulischer Cement als Schutzmittel gegen Rostbildungen an Eisen und Stahl unter gewissen Verhältnissen in Fachkreisen noch bei weitem nicht hinreichend gewürdigt.

(Die Bekleidung mit einer Thonschicht ist bei uns längst bekannt und schon vor 30 Jahren bei einer Rohrleitung, die in Schweissofen- und Puddelofenschlacke lagerte, mit Erfolg angewandt worden.)

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