Titel: Ellermann's Accumulator.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1895, Band 296/Miszelle 2 (S. 23–24)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj296/mi296mi01_2

Ellermann's Accumulator.

Der Accumulator von F. W. Ellermann gestaltet die active Masse möglichst porös, zu welchem Zwecke der am besten aus Bleioxyden, z.B. Bleiglatte, bestehenden activen Masse im Elektrolyten lösliche Salze, z.B. Natrium- oder Magnesiumsulfat, zugesetzt werden; diese Salze lösen sich durch die Einwirkung der Flüssigkeit, so dass mit derselben gefüllte Poren entstehen. Dank dieser Porosität wird ausser der beträchtlichen Steigerung der Leistungsfähigkeit noch ein zweiter Vortheil erreicht: der zur Wirkung gelangende Elektrolyt wird fast ganz von der activen Masse aufgesaugt, so dass gewissermaassen ein Trockenaccumulator entsteht. Ferner wird der wie bei allen Accumulatoren bedeutende Widerstand der activen Masse dadurch möglichst verringert, dass dieselbe mit gut leitenden Quecksilberkügelchen durchsetzt ist. Endlich beseitigt diese Erfindung die Gefahr einer zu raschen Entladung bezieh. eines Kurzschlusses durch Beimischung eines elektrolytisch indifferenten Körpers, am besten Mangansuperoxyd, in feinster Vertheilung.

Die Herstellung der Accumulatormasse gestaltet sich am zweckmässigsten wie folgt: Zur Erzeugung der positiven Masse dienen 100 Th. Bleisuperoxyd, 10 Th. schwefelsaures Natron, 5 Th. schwefelsaure Magnesia und 3 Th. Mangansuperoxyd. Die mit 30proc. Schwefelsäure angeriebene Masse von erdiger Beschaffenheit wird in Ziegelform gepresst, getrocknet und in |24| perforirtes Bleiblech eingehüllt, welch letzteres nicht nur die Platten vor dem Abbröckeln der Masse bewahrt, sondern auch den Strom ableitet. Die Bereitung der negativen Masse erfolgt in derselben Weise, nur werden folgende Stoffe verwendet: 100 Th. Bleiglätte, 10 Th. schwefelsaures Natron, 3 Th. schwefelsaure Magnesia und 8 Th. Quecksilbersulfat. Der Aufbau der Accumulatoren aus den so erhaltenen Elektrodenplatten geschieht in der üblichen Weise. Die fertigen Platten werden vor dem Formiren 8 bis 14 Tage in wiederholt erneuertes reines Wasser eingestellt, um die Natrium- und Magnesiumverbindungen bis auf einen geringen Rest auszulaugen.

Vergleicht man die Leistungsfähigkeit dieses Accumulators in Ampèrestunden für je ½ k Plattengewicht mit der Leistungsfähigkeit anderer Systeme, so ergeben sich für die bisher anerkannt besten, Julien und Faure, die Zahlen 6, 7 und 3, 7, während das System Ellermann die Zahl 15 erreicht. ½ k-Platten der Ellermann'schen Accumulatoren haben nach dieser Feststellung mehr als die doppelte Leistungsfähigkeit gegenüber den Julien'schen. (Nach Eisenzeitung.)

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