Titel: Wärmeverlust durch unvollständige Verbrennung.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1895, Band 296/Miszelle 5 (S. 24)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj296/mi296mi01_5

Wärmeverlust durch unvollständige Verbrennung.

W. A. Dixon weist, anknüpfend an die Tatlock'sche Untersuchung über die Heizkraft des Rauches (vgl. 1894 294 216) darauf hin, dass der Wärmeverlust, der durch das Russen einer Feuerung entsteht, durchaus nicht verwechselt werden dürfe mit der Verbrennungswärme der im Rauche noch vorhandenen verbrennlichen Antheile. Dass der letztere Betrag ungemein klein ist, leidet keinen Zweifel und ist von Tatlock in der angezogenen Arbeit von Neuem überzeugend dargelegt worden. Die unverbrannten Antheile veranlassen aber einen sehr ansehnlichen Wärmeverlust erstens dadurch, dass sie sich an die Heizflächen als schlecht wärmeleitende Schicht anlegen und den Wärmedurchtrittscoëefficienten erheblich verkleinern; andererseits, indem sie in den Verbrennungsgasen suspendirt einen Schleier bilden, der die Wärmestrahlung in hohem Maasse absorbirt und sie damit den Abgasen, in denen die Russtheilchen suspendirt sind, statt den Erhitzungsflächen, die hinter ihnen liegen, zu Gute kommen lässt. Das Ergebniss beider Vorgänge ist Steigerung der Abgangstemperatur der Endgase. Eine russende Feuerung ist also zwar nicht darum irrationell, weil sie viel Heizmaterial unverbrannt verloren gehen lässt, wohl aber deshalb, weil sie immer mit einer schlechten Wärmeausnutzung verbunden ist. (Chem. News, 70248.)

H.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: