Titel: Beleuchtungsanlage des Nord-Ostseekanals.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1895, Band 296/Miszelle 3 (S. 48)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj296/mi296mi02_3

Beleuchtungsanlage des Nord-Ostseekanals.

Die grossartige elektrische Beleuchtungsanlage am Nord-Ostseekanal geht ihrer Vollendung entgegen. Seit fast einem halben Jahre wird an der Riesenanlage, deren Ausführung der Elektricitätsgesellschaft „Helios“ in Köln-Ehrenfeld übertragen ist, gearbeitet; am 1. Juni soll das Unternehmen fertiggestellt sein. 5000 Leitungspfähle, die aus dem Sachsenwalde stammen, sind errichtet worden. Der Nord-Ostseekanal ist die längste Strecke der Welt, die durch Elektricität erleuchtet wird. Die Schiffer werden im Stande sein nachts das Fahrwasser genau zu verfolgen. Die Beleuchtung der 98,6 km langen Kanalstrecke erfolgt durch 952 Glühlampen von 25 Normalkerzen. Die Lampen werden auf Gestellen von 4 m Höhe längs der beiden Ufer angebracht und in einem Abstand von 250 m errichtet. Die beiden Schleusen an der Ost- und Westmündung, bei Holtenau und Brunsbüttel, die Binnen- und Aussenhäfen werden durch Glüh- und Bogenlampen verschiedener Lichtstärke erleuchtet. Die Hafen- und Schleuseneingänge erhalten entsprechende farbige Lampen. Die Speisung der Anlage geschieht durch die beiden Centralmaschinenstationen Holtenau und Brunsbüttel. Auf den Strecken, wo der Kanal Seen durchschneidet, erfolgt die Beleuchtung durch Fettgasbojen. (Nach Metallarbeiter.)

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