Titel: Rostschutzmittel „Ferronat“.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1895, Band 296/Miszelle 2 (S. 96)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj296/mi296mi04_2

Rostschutzmittel „Ferronat“.

Eine Rostschutzsalbe, Ferronat genannt, die an Stelle gewöhnlicher Fettschmiere Anwendung findet, wird nach der Badischen Gewerbezeitung von der Farbenfabrik Rosenzweig und Baumann in Kassel hergestellt. Ueber die rostschützende Eigenschaft des Mittels spricht sich die Königl. mechanischtechnische Versuchsanstalt Charlottenburg in einem auf Grund eingehender Versuche abgefassten Gutachten günstig aus. Es wurden Vergleichsversuche mit Ferronat und Talg angestellt. Die Eisenproben wurden nach der Bearbeitung mehrere Tage in einem Schrank ungestrichen aufbewahrt, um festzustellen, ob nicht bereits in Folge des Anfassens bei der Bearbeitung der Grund zum Rosten gelegt war. Proben, welche innerhalb dieser Lagerzeit Rostansätze zeigten, wurden von Neuem trocken mit Schmirgelpapier abgerieben und blieben dann nochmals einige Tage stehen. Weiteres Rosten wurde dann nicht bemerkt, so dass die Proben sämmtlich rostfrei dem Versuch unterworfen wurden. Nach den mit den einzelnen Proben angestellten Gewichtserhebungen betrug die Menge des aufgetragenen Ferronats 0,3 bis 0,4 g, die Menge des aufgetragenen Talges etwa 1,1 g für die einzelne Probe. Letztere wurden in Versuchsreihen zur vergleichenden Beobachtung 5 Wochen lang im Freien gelagert und eine ebenso lange Zeit Schwefelsäuredünsten ausgesetzt. Die mit Ferronat gestrichenen Eisenstücke blieben in allen Fällen rostfrei, während die mit Talg geschmierten mehr oder weniger Rostansatz zeigten, womit die Ueberlegenheit des neuen Mittels erwiesen ist.

Ferronat wird in Büchsen von 4, 5, 10 und 20 k versandt; Preis ist 200 M. für 100 k.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: