Titel: Gasbrenner mit verstellbarem Brennerrohr zur Erzeugung einer in allen Theilen gleich heissen Flamme.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1895, Band 296/Miszelle 3 (S. 120)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj296/mi296mi05_3

Gasbrenner mit verstellbarem Brennerrohr zur Erzeugung einer in allen Theilen gleich heissen Flamme.

Der von F. Allihn construirte Gasbrenner besteht, wie untenstehende Figur erkennen lässt, aus einem gusseisernen Fuss, dem Gasausströmungsröhrchen und dem nach oben konisch erweiterten Brennerrohr. Das letztere ist in der Höhe verstellbar. Es hat unten mehrere Löcher zur Luftzuführung und ist oben mit einem flachen Drahtgewebe aus Nickeldraht verschlossen. Bei geeigneter Einstellung des Brennerrohres gelingt es, den inneren kalten Theil der Bunsen-Flamme zum Verschwinden zu bringen und eine Flamme zu erzeugen, welche in allen Theilen gleichmässig heiss ist. Die Hitze dieser Flamme ist bei den grösseren Sorten der Brenner so bedeutend, das darin ein Kupferdraht von 3,5 bis 4 mm Dicke bis zum Abtropfen schmilzt, was man sonst nur in einer Gebläseflamme erreichen kann. Wenn das Brennerrohr tiefer gestellt wird, so erhält man die gewöhnliche Bunsen-Flamme. Der Brenner eignet sich namentlich zum gleichmässigen Erhitzen von Tiegeln u. dgl. Derselbe wird von der Firma Warmbrunn, Quilitz und Co. in Berlin in vier Grössen angefertigt. (Nach eingesandtem Sonderabdruck aus Chemiker-Zeitung, 1895 Bd. 19 Nr. 20.)

Textabbildung Bd. 296, S. 120

Nach Mittheilung von J. Schober in Berlin werden Brenner gleicher Construction schon seit längerer Zeit von ihm hergestellt, doch sind die Brennerköpfe abnehmbar, um den Brenner auch als gewöhnlichen Bunsen-Brenner benutzen zu können; ferner kann der Luftzutritt, statt durch Verstellen des Brennerrohres, mittels einer über die Luftlöcher des Brennerfusses gesteckten, durchbrochenen Hülse geregelt werden. (Chemiker-Zeitung, 1895 Bd. 19 Nr. 23.)

K.

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