Titel: Lampe zur Verbrennung von Erdöl mit entleuchteter Flamme.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1895, Band 296/Miszelle 2 (S. 144)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj296/mi296mi06_2

Lampe zur Verbrennung von Erdöl mit entleuchteter Flamme.

R. Irvine macht (Journ. Soc. Chem. Ind., 1894 S. 1167) darauf aufmerksam, dass die von B. A. Hjorth und Co. in Stockholm construirte Erdöllampe, die in Schweden und Schottland sich bereits vielfach eingeführt hat, einen sehr zweckmässigen Behelf für Laboratorien bildet, welche mit Leuchtgas nicht ausgerüstet sind. Die nebenstehend abgebildete Lampe besteht aus einem Reservoir F, das etwas über 1 l Erdöl fasst und durch die Tubulatur A gefüllt wird. Das Reservoir hängt mit dem ringförmigen Brenner durch ein Rohr zusammen, welches bis fast auf den Boden des Oelbehälters hinabreicht und bei B eine Rinne trägt, die mit Spiritus gefüllt wird, der beim Brennen den gabelförmigen obersten Theil dieses Rohres zur Rothglut bringt.

Textabbildung Bd. 296, S. 144

Mit Hilfe der kleinen Luftpumpe d wird die im oberen Theil des Oelreservoirs enthaltene Luft stark comprimirt. Der auf dem Oel lastende Druck treibt es in dem zum Brenner führenden Rohre in die Höhe. Beim Passiren des rothglühenden Theils wird es zu Oelgas zersetzt und gelangt bei f, durch im Brenner angesaugte Luft entleuchtet, zur Verbrennung. Das glühende obere Rohrstück wird nach dem Abbrennen des Weingeistes durch die Flamme des Oelgases heiss genug gehalten, um eine wiederholte Erwärmung durch Spiritus unnöthig zu machen. Die Erneuerung des Druckes mit der Luftpumpe muss alle 3 bis 4 Brennstunden erfolgen, die Neufüllung der Lampe mit Erdöl etwa nach 20 bis 30. Ein Ventil, das mittels des Handgriffes C bewegt wird, gestattet jederzeit den auf dem Oel lastenden Ueberdruck der Luft aufzuheben und dadurch die Lampe zum Verlöschen zu bringen. Das Reservoir ist auf einen Druck von 3½ at geprüft. Der Apparat wird in Deutschland von Dr. Peters und Rost in Charlottenburg in den Verkehr gebracht.

Hr.

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