Titel: Schwarzfärben von Metallen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1895, Band 296/Miszelle 6 (S. 168)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj296/mi296mi07_6

Schwarzfärben von Metallen.

Die physikalisch-technische Reichsanstalt zu Charlottenburg empfiehlt auf Grund ihrer Versuche als Schwarzbeize für Kupfer, Messing und andere Kupferlegirungen, auch Neusilber, eine Auflösung von 60 g salpetersaurem Kupferoxyd und 2,5 g salpetersaurem Silber in 200 cc destillirtem Wasser. Diese concentrirte Flüssigkeit wird auf die sorgfältig gereinigte Metalloberfläche gleichmässig aufgetragen, am besten dadurch, dass man das ganze Arbeitsstück in die auf 40 bis 45° erwärmte Schwarzbeize eintaucht und das Ueberflüssige abtropfen lässt. Dann wird der Gegenstand vorsichtig getrocknet, etwa in einem Trockenofen; es bildet sich dabei ein grünspanartiger gleichmassiger Ueberzug. Durch allmählich gesteigertes directes Erhitzen mit einer Flamme verwandelt sich die grüne Farbe in tiefes Schwarz, das durch Abbürsten des Metallstückes nach dem Erkalten noch gehoben werden kann. Auch zum Schwarzfarben von Eisen kann diese Beize verwendet werden. Gg. Buchner empfiehlt dieselbe unter Fortlassung des Silberzusatzes in weingeistiger Lösung (7 Gewichtstheile salpetersaures Kupferoxyd, 3 Gewichtstheile Weingeist); er will dadurch Färbungen erzielt haben gleich den viel begehrten der Schweizer Taschenuhrgehäuse, deren Decorirung geheim gehalten wird. In der That lassen sich damit, wenn man nach der oben angegebenen Art des Beizens genau verfährt, sehr schöne schwarze Ueberzuge herstellen; identisch mit den fraglichen Schweizer Schwarzfärbungen sind sie jedoch nicht, da jene aus Eisenoxyd und nicht aus Kupferoxyd bestehen. (Eisenzeitung.)

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