Titel: Eiserne Fässer.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1895, Band 296/Miszelle 3 (S. 215)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj296/mi296mi09_3

Eiserne Fässer.

Die Société anonyme de Ronet hatte in Antwerpen Proben ihrer gepressten Fässer ausgestellt, die gegenüber den gewöhnlichen Holzfässern den Vortheil der Dauerhaftigkeit und Wasserdichtheit besitzen. Die Fabrikation erfolgt in der Weise, dass man auf einer besonders eingerichteten starken Presse zunächst zwei Calotten oder besser gesagt Fasshälften aus je einem Stück Blech herstellt. Diese werden alsdann durch einen maschinell ausgeführten doppelten Falz vereinigt und zur Sicherheit an dieser Stelle noch verlöthet. Kleinere Fässer von 10 bis 32 l Inhalt werden cylindrisch aus einem Stück hergestellt; dabei wird einer der beiden Böden mittels eines doppelten Falzes und Löthung befestigt. Fässer von 25 bis 72 l Inhalt werden in der oben angegebenen Weise aus zwei cylindrischen oder gewölbten Stücken zusammengesetzt, noch grössere Gefässe, von 100 bis 200 l Inhalt, werden überdies mit Stahlreifen versehen. Es unterliegt keinem Zweifel, dass diese Fässer vor den genieteten oder elektrisch geschweissten manche Vortheile besitzen, da hier einerseits keine Nietung erforderlich ist und andererseits das Metall weniger stark beansprucht wird als dort.

Die gepressten Fässer werden aus weichstem Martin-Flusseisen erzeugt und auch verzinkt, verbleit, verzinnt und emaillirt geliefert; sie dienen insbesondere zum Transport von Erdöl, Alkohol und Benzin. Jedes Fass besitzt zwei Spundlöcher mit Schraubenverschluss, doch kann nach Bedarf auch eine grössere Oeffnung mit luftdicht schliessendem Deckel angebracht werden. (Stahl und Eisen.)

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