Titel: Neue Uferbefestigung.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1895, Band 296/Miszelle 7 (S. 216)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj296/mi296mi09_7

Neue Uferbefestigung.

Die von dem Ingenieur Villa in Mailand erfundene neue Uferbefestigung besteht aus einer Schicht von Ziegelsteinen, welche mit zwei Löchern versehen und mit galvanisirtem Eisendraht an einander gereiht sind. An dem unteren Ende werden die Drähte an einem schweren Stück Holz oder Eisen oder an einem Kabel befestigt. Die Befestigung ist selbst in tiefem, schnell strömendem Wasser anzubringen, indem die Steinbekleidung auf eisernen, auf einen Prahm gelegten Tafeln angefertigt wird. Der Prahm ist an der Seite mit einer Rolle versehen, über welche man die fertiggestellten Schichten herunterlässt, bis das Ende den Boden an der Stelle berührt, wo die Befestigung beginnen muss. Der Prahm wird dann langsam nach dem Ufer hin geholt und dabei wird so viel Steinbekleidung nachgegeben, dass letztere sich auf den Boden niederlegt.

Die Erfindung ist in den meisten Ländern patentirt, soll in Italien mit Erfolg ausgeführt sein und in letzter Zeit auch in Frankreich und Ungarn eine gute Aufnahme gefunden haben. Als besondere Vortheile derselben werden ausser der Möglichkeit der Ausführung in starkem Strome auch genannt: genaue Verlegung und guter Anschluss an den Boden, schnelle Ausführung (1000 qm in einem Tage), geringe Kosten (5,10 bis 6,8 M. für 1 qm), lange Dauer und einfache Herstellung. (Centralblatt der Bauverwaltung, 1895 S. 200.)

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