Titel: Die Verzinkung von Eisen und Stahl auf kaltem Wege
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1895, Band 297/Miszelle 3 (S. 94)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj297/mi297mi04_3

Die Verzinkung von Eisen und Stahl auf kaltem Wege

wird von Dr. H. Alexander in Berlin unter Anwendung von Aluminium nach einem neuen Verfahren ausgeführt, über dessen Ergebnisse die physikalisch-technische Reichsanstalt sich günstig geäussert hat. Die untersuchten Stücke waren vier Wochen den Witterungseinflüssen und der Luft eines chemischen Laboratoriums ausgesetzt, ohne Rost zu zeigen. Ebensowenig trat eine Rostbildung bei zweiwöchentlichem Liegen der verzinkten Bleche in Wasser, Kochsalzlösung, Sodalösung und Gaswasser ein. Die physikalisch-technische Reichsanstalt ist daher der Meinung, dass die galvanisch niedergeschlagene Zinkschicht denselben Schutz gegen Verrosten von Eisen und Stahl biete, wie ein durch Eintauchen in geschmolzenes Zink erzeugter Ueberzug. Unter diesen Umständen dürfte das neue Verfahren um so mehr Beachtung verdienen, als die durch dasselbe erreichte Gleichmässigkeit und Glätte der Zinkschicht für viele Anwendungen von erheblichem Werth ist. Auf glatten Flächen niedergeschlagen, ist der Ueberzug sogar politurfähig und voraussichtlich ein brauchbarer Ersatz für den wenig schützenden Nickelüberzug. Bei manchen Gegenständen, die eine starke Erhitzung nicht vertragen, wie z.B. Federn, wird durch eine brauchbare kalte Verzinkung die Möglichkeit der Anwendung dieses zur Zeit immer noch unübertroffenen Rostschutzmittels überhaupt erst geschaffen. (Centralblatt der Bauverwaltung, 1895 S. 123.)

-r.

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