Titel: Der neue elektrische Leuchtturm auf der Insel Wight.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1895, Band 297/Miszelle 2 (S. 213–214)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj297/mi297mi09_2

Der neue elektrische Leuchtturm auf der Insel Wight.

Neuerdings ist bei der Beobachtungs- und Warnungsstation St. Catharine auf der Insel Wight ein 36 m hoher Leuchtthurm errichtet worden, welcher mit elektrischem Licht versehen ist. Um den Fuss des Leuchtthurmes gruppiren sich die Maschinen- und die Wohnhäuser für das Personal. Die in der Kuppel des Thurmes befindliche Laterne hat 16 Felder mit senkrechten Linsen und wird durch den automatischen Apparat gleichmässig um sich selbst gedreht, wodurch in Pausen von je 26 Secunden die Strahlen des elektrischen Lichts je 4 Secunden lang aufblitzen. |214| Die Lichtgarben haben die Intensität von 3 Millionen Kerzen, und man verwendet zur Hervorrufung dieses Effectes mehrere Compoundmaschinen von je 36 , welche die Dynamomaschinen treiben. Die Station besitzt ferner noch als Warnungssignal bei Nebelwetter ein Nebelhorn, welches durch verdichtete Luft bethätigt wird und einen entsetzlichen, meilenweit hörbaren Ton ausstösst. Vier stählerne, mit comprimirter Luft von 12 at Druck gefüllte Kessel, die durch Rohre mit einander und mit dem Nebelhorn verbunden sind, liefern für den Lärmapparat den nöthigen Athem. Bei dichtestem Nebel wird der Schiffer vor der Nähe der gefährlichen Küste durch jenen Ton gewarnt.

(Uhland.)

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