Titel: Rohrverbindungen für Erdölleitungen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1896, Band 300/Miszelle 2 (S. 215)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj300/mi300mi09_2

Rohrverbindungen für Erdölleitungen.

Nach dem Journal of Gas Lighting u.s.w. vom 24. März 1896 berichtet Hiram S. Maxim über die Mittel, um Rohrverbindungen gegen Erdöl aller Art, einschliesslich Naphta und Gasoline, in heissem Zustand und unter Druck dichtschliessend herzustellen, Folgendes: Es kommt hierbei hauptsächlich auf ein Dichtungsmaterial an, welches Erdöl nicht aufzulösen vermag. Nach Maxim's Erfahrungen halten trocken zusammengeschraubte Rohrgewinde besser dicht, als wenn dieselben, wie üblich, mit Mennig und Oel angestrichen wurden. Durch hinlängliche Erwärmung der zu verbindenden Rohrenden muss erst jede Spur von Oel beseitigt werden; alsdann werden die Gewinde mit einem steifen Ueberzug von Schellackfirnis, welcher mit gewöhnlichem trockenem Vermillon oder Venetianer Roth vermischt werden kann, versehen. Ebenso leistet gewöhnliche gelbe Seife, nachdem die Gewinde von Fett befreit sind, gute Dienste. Thierischer Leim, Pflanzenleim und Glycerin sind erdöldichte Materialien. Als Verpackungsmaterial für Stopfbüchsen dienen mit gewöhnlicher gelber Seife durchzogene Baumwollflechten; für Unterlagsscheiben ist ein weiches Metall zu wählen. Ein sehr gutes biegsames Diaphragma für Regulatoren lässt sich aus einem dichten Baumwollgewebe herstellen, welches auf beiden Seiten mit einer Mischung von Gelatine und Glycerin in gleichen Gewichtstheilen überzogen ist. Auch hölzerne Gefässe können durch Behandlung mit einer solchen Mischung erdöldicht gemacht werden. Im Allgemeinen sind die im Wasser lösbaren Stoffe in Erdöl unlösbar; für Stopfbüchsen, welche gegen beide Flüssigkeiten dicht halten sollen, verwende man Ricinusöl, da dieses sich anscheinend weder im Wasser noch im Erdöl auflöst. (Durch Journal für Gasbeleuchtung und Wasserversorgung.)

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