Titel: Verwendung einer elektrischen Rangirmaschine.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1896, Band 301/Miszelle 3 (S. 71)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj301/mi301mi03_3

Verwendung einer elektrischen Rangirmaschine.

In der königl. Eisenbahnhauptwerkstätte Potsdam werden seit nahezu einem Jahre die sehr umfänglichen Verschiebungen jener Wagen, welche zur Reparatur oder Revision beizustellen sind, oder aus der Werkstätte zurückkehren, mit Hilfe einer elektrischen Locomotive durchgeführt. Die betreffenden Rangirgleise sind zu diesem Ende mit oberirdischen Stromzuleitungen überspannt, durch deren Vermittelung die Locomotive gespeist wird. Letztere ist aus dem entsprechend adaptirten Untergestell einer alten, ausgemusterten Tendermaschine gewonnen worden und besitzt genügend Kraft, um vier frisch ausgebundene, vierrädrige Wagen, welche in diesem Zustand bekanntlich besonders schwer laufen, ohne Anstand mit der gewöhnlichen Rangirgeschwindigkeit zu schleppen oder zu schieben. Es erweist sich diese Neuerung als durchaus zweckdienlich und auch in wirthschaftlicher Beziehung vortheilhaft, weil nunmehr der grosse Arbeiterstand, welcher früher für die Bewältigung der lediglich durch Menschenkraft besorgten Wagenverschiebungen erforderlich war, bis auf die Locomotivlenker und einen oder zwei Hilfsarbeiter erspart bleibt. (L. K. in Elektrotechnische Zeitschrift.)

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