Titel: Verzinnung und Vernicklung eiserner Gegenstände.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1896, Band 301/Miszelle 2 (S. 216)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj301/mi301mi09_2

Verzinnung und Vernicklung eiserner Gegenstände.

Man sammelt in einem cylindrischen Hohlgefäss 7. l Flusswasser und 220 g Schwefelsäure; die zu überziehenden Gegenstände werden eingetaucht, das Gefäss geschlossen und während 10 Minuten in eine drehende Bewegung versetzt. Nachdem die Gegenstände gehörig blank gemacht wurden, setzt man zu diesem Bade für eine Quantität von Gegenständen, welche 2 ½ k wiegen, 60 g Kochsalz, 30 g Aetzsublimat, 2 g gehörig reines, schwefelsaures Nickeloxydul. Will man mehr Eisenwaaren auf einmal vernickeln oder ein stärkeres Bad erzielen, so steigt man mit den vorher angegebenen Quantitäten. Ungefähr 1 Stunde wird die Substanz in Bewegung versetzt, wie früher erwähnt. Die Gegenstände überziehen sich dann mit einer weissen Schicht, welche nichts anderes ist als Nickel, welches fest anhaftet. Die so erhaltene Schicht bietet, hinsichtlich der Oxydirbarkeit des Eisens, gegenüber den bisherigen Ueberziehungsmethoden, bedeutende Vortheile. Die Gegenstände werden dann in kaltes Wasser geworfen. Man stellt hierauf in einem verzinnten kupfernen Kessel ein Bad her, das aus 50 l Flusswasser, 750 g gepulvertem Weinstein, 8 k Zinn besteht, lässt 3 Stunden kochen, zieht hierauf das Zinn aus dem Bade, bringt die vernickelten Eisenwaaren hinein und taucht das Zinn neuerdings in das Bad, welches man während 2 Stunden im Kochen erhält. Nach dieser Zeit sind die Gegenstände mit einer zweiten weissen Schicht überzogen, die vollkommen anhaftet und beständig ist. Nach dem Waschen werden die Gegenstände in Sägespänen getrocknet. Durch die Zwischenlagerung des Nickels lassen sich die Gegenstände mit viel schönerer weisser Farbe darstellen.

(Eisenzeitung.)

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