Titel: Papierne Unterkleider.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1896, Band 302/Miszelle 2 (S. 288)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj302/mi302mi12_2

Papierne Unterkleider.

Die japanische Infanterie trägt Unterkleider aus Papier. Das verwendete Papier, bei dem man aber nicht an unser europäisches steifes, leicht zerreissbares Papier denken darf, ist gelblich und so fest, dass man sogar die Knopflöcher in den Kleidungsstücken hat aussäumen können, wie bei Leinenhemden. Die einzelnen Theile sind theils an einander geklebt, theils mit der Nähmaschine an einander genäht, an den Rändern mit Leinenlitzen besetzt, auch mit Porzellanknöpfen versehen. Man rühmt diesen papiernen Unterzeugen Sauberkeit und Billigkeit nach, und die Soldaten sollen sie gern tragen. Von Waschen kann natürlich bei dieser eigenartigen „Leibwäsche“ keine Rede sein.

(Papierzeitung.)

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