Titel: Opal in der Tonne.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1897, Band 304/Miszelle 3 (S. 142–143)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj304/mi304mi06_3
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Opal in der Tonne.

Opal in der Tonne von Wasmuth und Co. besteht aus 94,98 Proc. Wasser, 3,1 Proc. Essigäther, 1,48 Proc. pflanzlicher Trockensubstanz und unwesentlichen Mengen Essigsäure, Bleizucker und Aschenbestandtheilen (M. Textil, 1896 S. 582). Das Gutachten der grossherzogl. badischen chem.-techn. Prüfungs- und Versuchsanstalt stellte fest, dass als Pflanzensubstanz ein Extract der Seifenrinde „Cortex Quillaja“ verwendet war, der Essigäther aber lediglich zum Parfümiren dient, und schliesst folgendermaassen:

„Nach dem Vorstehenden muss „Opal in der Tonne“ bei seinem geringen Gehalt an eigentlich wirksamer Substanz gegenüber der grossartigen Reclame als ein sehr geringes und nichts weniger als allgemein anwendbares Fleckenreinigungsmittel bezeichnet werden. Praktische Proben haben uns denn auch die zu erwartende geringe und in den meisten Fällen versagende Wirksamkeit bestätigt.

„Was den Werth dieses Mittels betrifft, so kann derselbe nur nach seinem Gehalt an Seifenrinde und an Essigäther bemessen werden. Hiernach würde der 150 cc betragende Inhalt eines Glaskännchens, welches für 30 Pf. verkauft wird, einen Materialwerth von 1 ½ Pf. repräsentiren.“ (Zeitschr. f. angew. Chemie.)

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