Titel: Dichten von Mauerwerksfugen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1897, Band 304/Miszelle 7 (S. 240)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj304/mi304mi10_7

Dichten von Mauerwerksfugen.

Regierungsbaumeister Rümmele in Waldshut i. B. hat ein Verfahren zum Dichten von Mauerwerksfugen durch Cementeinspritzung erfunden. Es werden hierzu die Fugen auf 6 bis 10 cm Tiefe ausgestemmt und durch eingekeilte Holzstäbchen, sowie Verstrich mit Gyps oder Cement, unter Belassung einzelner Oeffnungen, einstweilen geschlossen, so dass sich Kanäle ergeben, welche in etwa je 2 m Länge durch Cementabschluss abgetheilt werden, die Cementirung erfolgt sodann durch Einpumpen von unten nach oben, bis an höchster Stelle der Abtheilungen Cement auszufliessen beginnt, worauf die unteren Oeffnungen durch Holzzapfen verschlossen werden. Das neue Dichtungsverfahren wird empfohlen zum Ausfugen solchen Mauerwerkes, bei welchem Cement leicht aus den Fugen ausgewaschen werden kann, ferner zum Verhüten des Herausfallens einzelner Gewölbesteine, zur Ausführung der Kunstschlüsse in Tunnelgewölben und bei nassen Tunnelgewölben. Dichtungsarbeiten nach dem genannten Verfahren an etwa 20000 qm Tunnelgewölbe in Südbaden haben ergeben, dass, wenn solches aus undurchlässigen oder künstlich undurchlässig gemachten Steinen besteht, vollkommener Erfolg eintritt; bei durchlässigen Steinen dagegen nur theilweiser Erfolg. Vereinzelt vorkommende durchlässige Steine werden am besten ausgewechselt, grössere Flächen dagegen durch Ueberpumpen mit Cement undurchlässig gemacht. (Zeitschrift für Lüftung und Heizung.)

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