Titel: Gasglühlichtbrenner.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1895, Band 306 (S. 25–29)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj306/ar306010

Gasglühlichtbrenner.

(Fortsetzung des Berichtes S. 1 d. Bd.)

Mit Abbildungen.

Die Regelung des Luftzutrittes hat bekanntlich eine grosse Wichtigkeit, denn das Verhältniss von Luft und Gas ist bestimmend für die Flamme ein und desselben Brenners; und dieses wiederum wechselt für gegebene Verhältnisse mit der Gasart. Die Weite der Luftdurchlässe, der Weg, auf dem der Gasstrahl saugen kann, sind unter sonst gleichen Bedingungen maassgebend für die Luftaufnahme.

Textabbildung Bd. 306, S. 25

Zur Zeit am gebräuchlichsten ist der innerhalb oder ausserhalb der Saugkammer angeordnete Ringschieber, welcher Aussparungen besitzt, die den weit gehaltenen Luftlöchern entsprechen, der je nach seiner Stellung den Luftdurchtritt mehr oder weniger verengt. In Fig. 31 wird dieser Schieber a nach Gäbel mit einer Windschutzkappe b verbunden, welche gerippt und zum Verstellen des Schiebers geeignet ist. Abweichend hiervon wird gemäss Fig. 32 ein federnder Ring verwendet, welcher auf und ab zu schieben ist. Welche Construction die vortheilhaftere ist, der drehbare oder der verschiebbare Ring, bleibt in jedem einzelnen Fall zu entscheiden. Gegen den Schiebering liesse sich anführen, dass er stramm angepasst werden muss, sollen nicht anders lästige Klemmvorrichtungen vorgesehen werden, dass er weiter den Höhenabstand der Luftlöcher von dem Gasauslass verändert, und dass seine Anbringung bei niedrigen Saugkammern erschwert wird.

Textabbildung Bd. 306, S. 25

Für Gasglühlicht wohl von geringerer Bedeutung sind jene Einrichtungen, bei denen das Brennerrohr selbst gestellt wird. Muencke (Fig. 33) schraubt auf die Gasdüse eine mit weiten, seitlichen Aussparungen versehene Hülse D, welche oben eine Mutter M so festhält, dass diese sich nur drehen lässt. Das Brennerrohr E trägt entsprechendes Aussengewinde und ist nur verschiebbar. Dreht man die Mutter M, so wird das Rohr E hoch oder tief gestellt, und es erweitert oder verengt seinerseits die Lufteinlässe. Eine wesentliche Neuerung würde durch den Vorschlag nicht geschaffen, die Lufteinlässe als Schlitze auszubilden und diese in Windungen verlaufen zu lassen.17)

In etwas absonderlicher Weise will Axmann18) das Gas-Luftgemisch auch bei veränderlichem Gaszulass selbsthätig sich gleichmässig erhalten lassen.

Textabbildung Bd. 306, S. 25

Es wird in den Luft- und Gasstrom eine leichte Platte a (Fig. 34 und 35) eingeschaltet, die durch das Gas-Luftgemenge gehoben wird; sie besitzt ein derartiges Gewicht, dass sie bei nahezu geschlossenem Hahn auf einer Auflage f im Mischrohr aufliegt. Die Scheibe ist mit zwei oder mehr Einschnitten a1 oder Durchbrechungen versehen, die so bemessen sind, dass auch bei Auflage der Scheibe auf dem Auflagering f noch eine gewisse Gasmenge durchtritt. Die Scheibe a ist an einer den Ausschnitten a1 gegenüberliegenden Stelle a2 durch Querschnittsvermehrung oder auf andere Weise derart beschwert, dass sie sich nach Art einer Klappe öffnet. Ein Anschlag c begrenzt die Bewegung. Die Scheibe a wird in Folge des eintretenden Gas-Luftgemisches je nach der Geschwindigkeit dieses Stromes mehr oder weniger weit geöffnet; in offenem Zustande bewirkt sie ebenso, wie die zu dem Zweck in den Mischrohren vielfach angeordneten festen Widerstände eine Mischung von Gas und Luft.

Textabbildung Bd. 306, S. 25

Die mit Schlitzen versehene Klappe soll durch nicht dicht schliessende Ventile der verschiedensten Form (Fig. 36) ersetzt werden können. Eine volle oder hohle Kugel, welche keiner Führung bedarf, wird mit Durchgangsöffnungen |26| (Fig. 37) versehen. Auch legt Axmann auf die Mündungen der Luftkanäle y (Fig. 38) einen Ring a, welcher sich hebt und senkt. Den Werth dieser Vorrichtungen möchte ich tiefer hängen als der Erfinder. Es liegt kein Grund vor, ihnen eine grössere Zukunft zu prophezeien, als Schwesterconstructionen. Es handelt sich offenbar nur um Einbaue recht unpraktischer Art zum Mischen, während der Ring nach Fig. 38 werthlos ist.

Textabbildung Bd. 306, S. 26

Ich möchte noch darauf hinweisen, dass man bei Brennern, die bei einer schweren Gasart mit weiten Lufteinlässen versehen sind, diese letzteren zu 9 schliessen pflegt, um ein sicheres Zünden zu ermöglichen. In Fig. 39 dient zu diesem Zwecke eine Platte a, welche die Kappe b von unten schliesst. Man zieht beim Zünden an der Kette e und hebt so die Platte mittels des Hebels c an. Die Feder d bringt dann die Platte wieder zurück.

Textabbildung Bd. 306, S. 26

Naheliegend ist, die Einrichtungen zum Regeln von Gas und Luft an einem Brenner zu vereinigen. So dient in Fig. 40 die Spindel a zur Beeinflussung des Gasauslasses, während durch Auf- und Niederschrauben der Kammer b auf der Gasdüse c die Luftlöcher i verändert bezieh. geschlossen werden können. Durch nur einen Handgriff lassen sich die Vorrichtungen auf die in Fig. 41 angegebene Weise bedienen. Es ist hier die Spindel a in der Gasdüse verschraubbar, während auf ihr sich eine als Luftabschluss ausgebildete Mutter b schrauben, aber auch feststellen lässt. Ist die Mutter b auf der Spindel a festgestellt, so kann man mit ihr die Spindel verschieben und dadurch gleichzeitig Gas- und Lufteinlass verändern.

Greift man auf Hahn und Ringschieber zurück, so ist eine Verbindung beider Organe gemäss Fig. 4219) geschaffen. Der das Gashahnküken beherrschende Hebel a besitzt eine Oese b, in welcher der Anschlag c des Ringschiebers d spielt. Es ist ohne weiteres ersichtlich, dass das Küken nicht gedreht werden kann, ohne dass auch der Schieber d bewegt wird. Das Küken Fig. 42. ist übrigens über Kreuz gebohrt, so dass in der Schlusstellung eine kleine Flamme gespeist wird.

Textabbildung Bd. 306, S. 26

Anders der Wurl'sche Heizbrenner (Fig. 43). In das Hahnküken f ist das als Gasdüse dienende Röhrchen c eingesetzt. Küken und Gehäuse haben einander deckende Löcher g. Die Düse c mündet in die Kammer h, welche Lufteinlässe d besitzt. Es wird also Luft sowohl durch die Oeffnungen g, wie auch durch solche d eingesaugt. Mittels eines am Brennerrohr festen Stiftes kann man den Brenner und damit das Küken f drehen; es erfolgt dann eine entsprechende Verminderung des Gaszutrittes und der Luftlöcher g, während die Aussparungen d unverändert bleiben. Eine Wulste e soll in schwer verständlicher Weise die Mischung von Luft und Gas befördern. Ein Mantel a ist vorgesehen, um die Luft vorzuwärmen.

Textabbildung Bd. 306, S. 26

Obgleich für Glühlichtbrenner nur bedingungsweise geeignet, muss doch der von H. Kikow und Co. (Berlin) angegebenen Regelung Erwähnung gethan werden. Die Bohrung f des Gasrohres a ist, wie Fig. 44 zeigt, an dem Ende in Form eines Schlitzes c schräg nach aussen geführt, und zwar so, dass das aus dem Rohre a ausströmende Gas, gegen einen Trichter b stossend, in den an letzterem angeschlossenen Brenner gelangt. Auf dem Wege vom Schlitz c bis zum Trichter b nimmt das ausströmende Gas eine gewisse Menge Luft auf und mischt sich beim Aufstossen auf die Trichterwandung mit derselben. Um nun, der gewünschten Flammengrösse entsprechend, mehr oder weniger Gas in den Brenner gelangen zu lassen, ist zweckmässig auf dem Rohr a eine verschiebbare Hülse d angeordnet, welche in geeigneter Weise mittels Zahntriebes oder Hebels mehr oder weniger über den Schlitz c bewegt wird, um dessen Mündung mehr oder weniger frei zu legen. Nähert sich hierbei die Hülse d der Oeffnung des Trichters b, so wird der Querschnitt des Schlitzes c verengt, so dass weniger Gas ausströmt. Gleichzeitig wird aber auch der Gasweg von der Ausströmungsöffnung bis zum Trichter verkürzt, so dass das Gas eine dünnere Luftschicht durchströmt und sich mit weniger Luft mischt. Wird die Hülse d ganz über den Schlitz c geführt, so ist die Gasleitung geschlossen.

Textabbildung Bd. 306, S. 26

Mischen von Gas und Luft.

Die Gleichmässigkeit des Gas-Luftgemisches ist von Wesen für die Flamme. Setzt man auch eine richtige Einführung von Gas und Luft voraus, so muss dennoch auf eine innige Vermengung beider Medien um so mehr Bedacht genommen werden, als das gewöhnliche, diesem Zweck dienende Mischrohr des Bunsen-Brenners aus ästhetischen Rücksichten verhältnissmässig kurz gehalten ist. Im glatten Mischrohr wirkt die Reibung an den Wänden wirbelbildend und deshalb mischend; es stehen also die Weite und Länge des Rohres in engster Beziehung zur Mischarbeit. Für den Dauerbetrieb ist es wichtig, dass das Brennerinnere leicht gereinigt werden kann, ja dass |27| das Absetzen von Verunreinigungen aller Art überhaupt unmöglich gemacht ist. Ueber diesen Punkt ist übrigens hier schon Erörterung gepflogen worden.20)

Es ist deshalb das Auf- und Abführen, bezieh. das öftere Ablenken des Gas-Luftstromes vom geraden Wege, eine zwar einfache, aber nicht zu billigende Maassnahme. Wie diesen Weg u.a. Popp einschlägt, so bedient sich auch Bode21) (Fig. 45) dieses Hilfsmittels. Um das eigentliche Rohr a sind zwei Hülsen bc gesteckt, von denen b unten, c dagegen oben offen ist. Einsätze d bilden den Abschluss des Kopfes. Gas und Luft mischen und erhitzen sich zugleich auf dem durch die Pfeile angedeuteten Wege.

Textabbildung Bd. 306, S. 27
Textabbildung Bd. 306, S. 27

Ebenso minderwerthig ist die Einschaltung von Widerständen, gleich ob diese durch Stoss, Ablenkung oder Querschnittsveränderung des Rohres (zeitweise Vergrösserung der Reibung) zu wirken bestimmt sind. Die meisten Constructeure erkennen die Wirkungsweise ihrer Ausführungen überhaupt nicht. Nach Fig. 46 wird eine Platte a eingesetzt. Der Düse b kann hier Fig. 45. beiläufig durch das Rohr c warme bezieh. frische Luft von aussen zugeführt werden. Etwas ganz Aehnliches strebt die in Fig. 47 angedeutete Anordnung an, bei welcher ein Deflector d Gas und Luft besser mischen und das Gemisch gegen das Sieb drücken soll. Anscheinend ist hier gemeint, dass das Gemisch beim Passiren der durch den Deflector verengten Stelle eine Beschleunigung erfährt. Kreuz und quer gestellte Platten, flache bezieh. nach oben oder nach unten gewölbte Siebe oder durchbrochene Bleche u. dgl. reihen sich hier an. Bandsept lässt Gas und Luft durch geeignete Einsätze so ablenken, dass beide Mittel sich durchdringen (Fig. 47a). Gäbel22) (Fig. 47b) benutzt zum Mischen einen Einsatz a, welcher abwechselnd nach oben und unten gepresst ist; in gleicher Weise ist der Kopfabschluss b hergestellt. Zwischen Kopf und Brennerrohr ist eine Isolationsschicht c eingelegt.

Textabbildung Bd. 306, S. 27
Textabbildung Bd. 306, S. 27

Vorbildlich ist hingegen die beim Kometbrenner23) benutzte Mischeinrichtung von Ernst (Fig. 48). Hier wird in einen Brennertheil, etwa das Mischrohr a, eine Spirale b eingesetzt, welche dicht am Rohr anliegt, jedoch nur die Breite e besitzt. In diese Spirale b wird eine am Stift f befestigte zweite Spirale d eingeschoben, welche entgegengesetzt zu der Spirale b gewunden ist, die Breite e besitzt und an den Stellen, wo sie die Gänge von b kreuzt, an der Spirale b nahezu oder ganz anliegt. Steigt nun das das Mischrohr a ausfüllende Gas- und Luftgemenge hoch, so sucht offenbar die Spirale b den an der Rohrwand hochsteigenden Theil des Gemenges in der einen, die Spirale d dagegen den in der Mitte hochsteigenden Theil in der entgegengesetzten Richtung herumzuführen, so dass naturgemäss ein fortwährendes Aneinanderreihen und Durchwirbeln der einzelnen Gemischtheile erreicht wird. Das Kennzeichen geht der Erfindung natürlich nicht verloren, wenn, anstatt die Spirale b einzusetzen, etwa in das Rohr a entsprechend tiefe Rillen eingepresst werden, und in diese, anstatt der Spirale, ein schraubenförmiger Körper mit entgegengesetzten Windungen eingeschoben wird.

Textabbildung Bd. 306, S. 27

Dieser Einrichtung mit klarer Wirkungsweise steht die Variante nach Fig. 4924) nach. Hier sind Blechstreifen ab nach unten und oben und zwar in entgegengesetztem Sinne abgebogen, so dass das Gemisch von den Streifen a in dem einen, von den Streifen b dagegen im entgegengesetzten Sinne gedreht wird. Ein greifbarer Vortheil gegenüber den gewöhnlichen Einsätzen mit deren Uebelständen ist nicht erkenntlich.

Textabbildung Bd. 306, S. 27

Aehnlich wie die Einbauten in das Mischrohr wirkt offenbar die entsprechende Gestaltung desselben. Anstatt glatter Rohre hat man solche mit wechselndem Querschnitt verwendet, um durch Veränderung der Geschwindigkeiten auf die Mischung einzuwirken. Wobbe (Fig. 50) hat zwei Ausbauchungen fg vorgesehen, von denen die letztere insbesondere zum Mischen dient, a ist die Gasdüse, r der Gashahn, c das Zündrohr; bb sind Schrauben zum Regeln der Austrittsweite. Solche Ausbildung der Mischräume findet man bei neueren Constructionen häufig.

Textabbildung Bd. 306, S. 27

Es hat auch der Injector bezieh. Ejector für den vorliegenden Zweck etwas für sich. Bei richtigen Abmessungen ist es denkbar, dass an der engsten Stelle die Luft unter erhöhtem Druck in den Gasstrahl gewissermaassen hineingepresst |28| würde. De Mare25) setzt eine Injectordüse in das glatte Mischrohr ein. In einer anderen Ausführung (Fig. 51) wird das Rohr a selbst entsprechend ausgebildet. Dem aus den Löchern b austretenden Gemisch wird von der Kappe J noch Luft zugeführt; Kappe J soll event. eine Füllung von Filtermaterial erhalten. Die Flamme brennt hier durch den aus Fäden bestehenden Glühkörper c, während das Zugglas d einen Doppelkonus bildet. Eine ähnliche Form gibt Moul26) seinem Brennerrohr a (Fig. 52). Ob der bei diesem gewählte glatte Uebergang vom engsten zum weiteren Rohrtheile dem einfachen Knick vorzuziehen ist, bleibe dahingestellt. Die Flamme ist bei dem Mischen Brenner wegen der Luftzufuhr nach innen durch die Kanäle b ringförmig.

Textabbildung Bd. 306, S. 28
Textabbildung Bd. 306, S. 28
Textabbildung Bd. 306, S. 28
Textabbildung Bd. 306, S. 28

Den Injector hat auch Bandsept27) verwendet, indem er zwei- und mehrfache Luftansaugung damit vereinigt. Es ist a (Fig. 53) die Gasdüse; das Gas saugt zunächst Luft durch c an. Das die Injectordüse b passirende Gemisch saugt wieder durch die Löcher d nochmals Luft an. Im Uebrigen dienen im Kopf des Brenners angeordnete Lagen von Sieben, Filtern u. dgl. gleichfalls zum Mischen bezieh. zur Vollendung der Mischung. In Fig. 54 ist B wieder die Gasdüse und sind CC1C2 die Injectordüsen, welche je nach Maassgabe der Luftaufnahme an Weite zunehmen. Das aufsteigende Gemisch treibt überdies ein Mischrad R. Auf den Werth des letzteren wird später zurückgekommen werden. Dass man die Lufteinlässe absperrbar einrichten muss, erfordert die Thatsache, dass ein zu luftreiches Gemisch eine kalte Flamme erzeugt, weil viel überschüssiger Stickstoff mit zu erwärmen ist. Eine von anderer Seite stammende Ausführung gemäss Fig. 5528) zeigt Deflectoren alc, welche die Luft in bestimmter Richtung gegen das im Rohr aufsteigende Gemisch lenken; in diesem Falle ist das Rohrstück d im Theile e verstellbar, und damit der Luftzulass regelbar.

Textabbildung Bd. 306, S. 28

Lediglich der Vollständigkeit wegen sei noch der Kirchmeyer'sche Brenner (Fig. 56 und 57) verzeichnet, über welchen die Patentschrift29) Folgendes mittheilt: Bei diesem Brenner erfolgt die Gaszuführung durch das Gasrohr a, welches bei oberer Gaszuführung auch als Glühkörperträger dient. Dieses Rohr bildet einen Winkel, aus dem bei b das Gas in den schneckenförmigen Mischraum C tritt und die erforderliche Luft hier von unten, von der Seite oder aus beiden Richtungen her ansaugt. In dem Schneckengange mischen sich Gas und Luft und treten in der Mitte der Schnecke aufwärts in den eigentlichen Brenner, aus dem sie, wie die Pfeile in der Zeichnung andeuten, austreten. Die eigenartige neue Anordnung des schneckenförmigen Mischkanals gibt dem Brenner eine von den bisherigen Constructionen gänzlich abweichende Form. Der Brenner kann, wie angedeutet, die Gaszuführung sowohl von unten als auch von oben erhalten. Ueberlegungen fachmännischer Natur können es wohl kaum gewesen sein, welche diese werthlose Construction zu Tage gefördert haben.

Textabbildung Bd. 306, S. 28

Bei Gelegenheit der Besprechung des Seel'schen Brenners30) ist schon jene Kategorie von Mischvorrichtungen gewürdigt worden, welche sich der Mischräder bedient. Es ist dort bereits ausgeführt worden, dass man mit dem vom Gas bezieh. dem Gemisch angetriebenen Rade etwas wesentlich Praktisches nicht geschaffen hat. Eine gleiche Beurtheilung muss die Wheatley'sche Construction (Fig. 58)31) erfahren. Das der Düse a entströmende Gas trifft gegen das Rad b, welches in Drehung versetzt werden und seinerseits Luft ansaugen und zugleich mit dem Gase mengen soll. Die Lufteinlässe sind durch den Ringschieber c absperrbar. Selbst bei peinlichster Arbeit ist anzunehmen, dass das sich drehende |29| Rad b erheblich weniger saugt, als der freie Gasstrahl selbst; die Drehung selbst ist aber jederzeit in Frage gestellt. Die weitere Ausbildung des Brenners ist ohne weiteres erkenntlich. Das konisch zulaufende Rohr e führt das Gemisch in den Ringraum d, welcher von einem gelochten und zur Aufnahme von Glühstiften f dienenden Blechring g abgedeckt ist. Röhrchen h lassen Luft auch zum Raum innerhalb des Ringes d zutreten. Die Flämmchen bestreichen die Glühstifte f und bringen diese zum Leuchten.

(Fortsetzung folgt.)

|25|

Amerikanisches Patent Nr. 348346.

|25|

D. R. P. Nr. 87902 und 91510.

|26|

Brit. Spec. Nr. 9872/1894.

|27|

Vgl. D. p. J. 1896 300 132.

|27|

Schw. Patent Nr. 12773.

|27|

Brit. Spec. Nr. 18956/1896.

|27|

Vgl. D. p. J. 1896 300 134.

|27|

Brit. Spec. Nr. 5213/1895.

|28|

Brit. Spec. Nr. 10497/1894.

|28|

Brit. Spec. Nr. 11625/1895.

|28|

Brit. Spec. Nr. 17927/1895.

|28|

Brit. Spec. Nr. 24839/1895.

|28|

D. R. P. Nr. 88439.

|28|

Vgl. D. p. J. 1896 300 * 133.

|28|

Brit. Spec. Nr. 16730/1895.

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