Titel: Bandsägen für Metalle.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1895, Band 306 (S. 230–234)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj306/ar306062

Bandsägen für Metalle.

Mit Abbildungen.

Das Kaltsägen der Metalle mittels Bandsägewerken.

Ueber die Bearbeitung der Metalle mittels Sägewerken im kalten Zustande ist bereits früher in D. p. J. 1887 264 * 629 bezieh. 266 * 154, * 399, * 403; ferner 1892 285 * 129 und 1896 299 * 292 berichtet worden. Ausserdem ist in Pregél's Fräse und Schleifmaschinen, Stuttgart 1892, diesem Arbeitsverfahren ein Abschnitt, * S. 77 bis 92, gewidmet.

Bemerkenswerth ist noch ein Bericht von C. Rubricius über das Kaltsägen in den Mittheilungen des technol. Gew.-Museums, Wien 1890 Bd. 6 Nr. 64 S. 49, besonders über Panchard und Levassor's Bandsägen, und endlich eine Arbeit von P. Möller in der Zeitschrift des Vereins deutscher Ingenieure, 1895 Bd. 35 Nr. 45 * S. 1341, bezieh. American Machinist, 1896 Bd. 19 Nr. 45 * S. 1033. Im Folgenden sollen die Erfahrungen der letzten Jahre, die früheren Berichte ergänzend, zusammengefasst werden.

Bandsägen für Metalle waren 1866 in Havre ausgestellt, die französische Südbahn führte diese Maschinen 1875 mit Erfolg in ihren Werkstätten ein. Auch 1873 stellten in Wien J. Rieter und Co., Winterthur, und Powis, |231| James Western and Co., London, Bandsägen für Metalle aus. In Paris 1878 führten Perin Panchard et Cie., Paris, Bandsägen im Betriebe vor, während B. und S. Massey in Openshaw bei Manchester daselbst Bandsägen bloss ausstellten. Im J. 1889 stellte die Firma Panchard und Levassor in Paris Bandsägen aus.

Im Woolwich-Arsenal werden seit 1866 die Bleche für Geschützlaffeten gesägt. Bandsägen führten ferner aus Noble und Lund in Felling-on-Tyne und Greenwood und Batley in Leeds; während das Krupp-Grusonwerk diese Maschine zu weitgehendster Verwendung befähigten, widmete sich H. Ehrhardt in Düsseldorf und Zella, Sanct Blasien im grossen Maasstabe der Metallsägerei im Allgemeinen.

Das Bandsägeblatt besteht aus einem gewalzten hoch- kohligen Tiegelgusstahlband von Uhrfederhärte und je nach der Arbeit von 15 bis 35 bezieh. 80 mm Breite und annähernd 1 bis 2 mm Dicke von rechteckigem oder trapezförmigem Querschnitt, in dessen stärkeren Theil die Zähne eingefräst bezieh. nachgeschliffen werden.1) Die Zahnweite oder Theilung reicht von 1,5 mm bis 3 und 6 mm. Grössere Theilungen von 8, 10 und 15 mm kommen beim Sägen von Blöcken von 40, 50 bezieh. 60 cm Höhe in Anwendung. Der Schneidwinkel α = (s + i) der Sägezähne beträgt gewöhnlich 90°, die Zahnbrustkante steht daher winkelrecht zur Bewegungsrichtung, während der Zuschärfungswinkel s = 60° bezieh. (s + i) = 60° + 30° wird.

Doch wurden auch Winkel (s + i) = (50 + 33), also α = 83°, als besonders günstig befunden. Bei flachem Stahlband wird der erste Zahn rechts, der dritte nach links geschränkt, während der mittlere die Bandflucht hält.2)

Nach Versuchen von Panchard-Levassor betragen die günstigsten Schnittgeschwindigkeiten mm/Sec. bei:

Gusstahl oder hartem Bessemer-Stahl 66–75
Weichem Bessemer- oder Martin-Stahl bezieh.
Schmiedeeisen oder Phosphorbronze

90–100
Rothguss, Messing 120–125
Kupfer, Zinn, Zink oder Blei 230–250

während der Vorschub oder die Druckschaltung von der Schnitthöhe abhängig gemacht wird.

Dagegen gibt P. Möller folgende Zusammenstellung über Schnittgeschwindigkeit v mm/Sec., Vorschub bezieh. Schnittleistung f qc/Min., Schnitthöhe cm mal Vorschubgeschwindigkeit cm/Min. für folgende Bandsägemaschinen an:

Massey: v = 106 mm/Sec.,
f = 7–9 qc/Min. Schmiedeeisen.

Noble-Lund: v = 91,6 mm/Sec.,

f = 6,5 – 13,0 qc/Min. in Schmiedeeisen,
f = 13,0 – 25,8 qc/Min. in Bronze.

Greenwood-Batley: v = 95 mm/Sec.,

f = 1,75–2,7 qc/Min. in hartem Stahl,
f = 2,50–3,4 qc/Min. in weichem Stahl,
f = 4,30–6,0 qc/Min. in Schmiedeeisen.

Krupp-Grusonwerk: v = 31,4 mm/Sec. mit N = 0,75 ,

f = 2–2,60 qc/Min. in weichem Stahl,
f = 3–3,25 qc/Min. in Schmiedeeisen,
f = 4–4,50 qc/Min. in Gusseisen und Bronze.

H. Ehrhardt:

v = 90 mm/Sec., Schmiedeeisen f 7,2 qc/Min.
v = 60 mm/Sec., Gusseisen f ∾ 10,0 qc/Min.
v = 40 mm/Sec., Stahl f 7,0 qc/Min.
Bronze f ∾ 22,0 qc/Min.

Der Vorschub soll sich nach Schnitthöhe, Schnittgeschwindigkeit, Zahntheilung, Schärfe der Schneiden und Materialhärte des Werkstückes richten, sprungweise Schaltung möglichst vermieden und eine ununterbrochene selbsthätige, durch Discusgetriebe oder wechselnde Gewichtsbelastung sich selbst regelnde Schaltkraft angewendet sein. Hierfür sind Stufenscheiben (Noble-Lund), besondere Zahnklötzchenwerke (Grusonwerk, vgl. D. p. J. 1892 285 * 129) und Gewichtsschaltung (Ehrhardt) in Anwendung gebracht. Die Hauptbewegung wird dagegen selten geändert. Zur Schonung des Sägebandes werden möglichst grosse Bandscheiben von 1,0 bis 1,25 bezieh. 1,5 m Durchmesser angewendet, welche zur Vermeidung des Gleitens am Umfange Leder- oder Gummibelag erhalten. Bei Panchard und Ehrhardt fehlen die Randborden.

Leichtere Bandsägewerke und solche für weichere Metalle erhalten unmittelbaren Riemenantrieb, sonst ist ein ins Langsame übersetzendes Stirnräderpaar, wohl auch ein Schnecken- bezieh. Kettentriebwerk (Ehrhardt) vorhanden.

Um schräge Schnitte auszuführen, kann manchmal dem Tische Neigung zur Schnittrichtung gegeben werden (Massey); um tiefe Schnitte zu machen, wird dem Tische eine langsame Pendelbewegung ertheilt. Durch Verschiebung des oberen Rollenlagers wird dem Sägebande die erforderliche Spannung, durch Rückenführungen der Halt in der Schaltrichtung gegeben. Will man, ohne zu bedeutenden Scheibenvergrösserungen gezwungen zu sein, die Ausladung der Maschine vergrössern, so wird das Band über eine dritte, rückwärts liegende Rolle geführt, welche zugleich die Antriebsscheibe sein kann (Massey). Im Allgemeinen erhalten dadurch die Maschinengestelle eine Hohlguss-C-Form mit angegossenem bezieh. angeschraubtem Tischfuss.

Panchard-Levassor's Bandsäge mit doppelter Arbeitsstelle.

Textabbildung Bd. 306, S. 231

Eine Besonderheit dieser Bandsägemaschine (Fig. 1 und 2) besteht darin, dass die Bandscheiben eine stirnseitige (frontale) Anordnung zum Tischwerk erhalten, daher sowohl das ablaufende als auch das hochgehende Bandstück zum Schnitt kommen können. Der Rollenständer a ist am Mitteltisch b aufgeschraubt, an dem mit Freilassung offener Schlitze die beiden feststehenden Seitentische cc angelegt sind. Mittels Riemenscheibe d wird durch Vermittelung |232| einer Winkelwelle f die untere Bandscheibe g bethätigt, während die am Stellschlitten h auf festem Zapfen laufende obere Bandrolle i durch das Sägeband mitgenommen wird. Das ganze Bandsägewerk sammt dem Mitteltischschlitten wird gegen die festen Seitentische bezieh. das darauf liegenden Werkstück verstellt und geschaltet, wozu Stufenscheiben k und entsprechende Leitspindeln dienen.

H. Ehrhardt's Bandsäge mit festem Schlittentisch.

Textabbildung Bd. 306, S. 232

Auf dem Grundrahmen a (Fig. 3 bis 4) ist der Ständer b mit Winkeltisch c geschraubt. Dieser Rahmen a trägt auf zwei Seitenfüssen d die 1800 mm lange Wange f, auf welcher der 750 mm lange Schlittentisch g mittels Leitspindel h Schaltbewegung durchführt, welche mittels Anschlagwerke i zur Auslösung kommt. Von je einer 500 mm bezieh. 450 mm grossen Riemenscheibe k wird durch übersetzende Kettenräder (10 : 65) die untere, 1250 mm durchmessende Bandscheibe m mit gallischer Kette getrieben.

Textabbildung Bd. 306, S. 232

Die obere, ebenso grosse Bandscheibe m sitzt fliegend auf einer im Schlitten n lagernden Spindel, wobei Blattfederwerke p, durch Handradspindel o regelbar, die Spannung des Sägebandes begrenzen. Von der Antriebwelle wird ferner durch ein Kurbelgestänge q mit stellbaren Kurbelzapfen r ein Sperrad s und damit Schaltgetriebwerke (Fig. 5) mit Uebersetzung (48 : 72) × (22 : 82) bethätigt, wobei mit Reibungsscheiben t die Verbindung mit der Leitspindel hergestellt wird. Um die Uebertragungskraft zu regeln, wird die konische, auf der Leitspindel lose gehende Reibungsscheibe t durch einen Bund der Leitspindel gegen die zweite Scheibe gedrückt, was durch die veränderliche Gewichtsbelastung u des Muffenhebels v ermöglicht wird. Durch Aufhebung des Gewichtsdruckes mittels Anschlagwerkes i wird die Schaltung des Tischwerkes zur Unterbrechung gezwungen, was auch bei übermässig starken Arbeitswiderständen der Fall ist, wobei allerdings ein stetiges Fortgleiten und eine dadurch bedingte Abminderung der Schaltgrösse veranlasst wird.

Bemerkenswerth ist auch die an einem Seitenarm x angebrachte Rückenführung (Fig. 6 bis 8) für das Sägeband an der Arbeitsstelle. Zwei Seitenbacken y, von denen einer stellbar fest, der zweite unter Federdruck steht, besorgen die Flachführung des Sägebandes, während die auf Zapfen laufende Rolle z den Arbeitsdruck aufzufangen bestimmt ist. Der aus Werkzeugstahl gefertigten Rolle z wird durch die axiale Bohrung des Zapfens Schmiermaterial aus den beiden endseitig aufgeschraubten Gefässen beständig zugeführt. (Figur nach Originalzeichnung von H. Ehrhardt in Zella, St. Blasien.)

Greenwood-Batley's Bandsäge.

Von Greenwood und Batley in Leeds wird seit Jahren die in Fig. 9 dargestellte Bandsäge gebaut. Am Fusse des C-förmigen Bogengestelles a ist die Wange b angeschraubt, auf welcher der Schlittentisch c gleitet, an dem, einen Längsschlitz für das Sägeband freilassend, der Tischwinkel d angeschlossen ist. Die untere vollwandige Bandscheibe f enthält einen äusseren Zahnkranz angegossen, durch welchen mittels Riemenscheiben welle g der Betrieb erreicht wird, während das Lager der oberen, leichter ausgeführten Bandscheibe h, durch ein Hebelgewicht i getragen, die erforderliche Spannung des Sägebandes hervorbringt. Um aber diese obere Bandrolle h niederzustellen, ist eine Griffschraube k vorgesehen. Von der unteren Bandscheibenwelle f wird endlich mittels Versatzräderwerke l ein Schneckentriebwerk m und dadurch die Schlittentischspindel getrieben, wobei durch das schwingende Schneckenlager n durch Knaggenanschlag leicht eine Ausrückung des Schaltwerkes zu erreichen ist.

Textabbildung Bd. 306, S. 232

Ein Stellarm für die Bandführung mit angesetztem Behälter für die Kühlflüssigkeit vervollständigen das Werk. Zudem taucht der untere Theil der Bandscheibe in einen Trog mit Seifenwasser, wodurch eine energische Abkühlung des Sägebandes erreicht wird. Der Durchmesser der mit Seitenbord versehenen lederbelegten Scheiben ist D = 1020 mm.

|233|

Noble-Lund's bezieh. Butterfield's Bandsägemaschine.

Textabbildung Bd. 306, S. 233

Die von F. und J. Butterfield und Co. in Keighley gebauten Bandsägen unterscheiden sich nur wenig von jenen von Noble und Lund früher in Newcastle-on-Tyne, jetzt in Felling-on-Tyne hergestellten, in Fig. 10 zur Ansicht gebrachten Bandsägen. Am grossen Bettkasten a mit angehobelten Doppelwangen bewegen sich zwei selbständige Schlitten b und c, die nach Einführung des Sägebandes auch verkuppelt werden können (Butterfield). Doch ist oft für jeden Schlittentheil eine besondere Bewegungsspindel vorgesehen, von denen die innere zu c durch Stirnräder von der geschalteten b gleichzeitig bethätigt wird (Noble-Lund). Zur Schaltung ist wieder ein Schneckentriebwerk f mit schwingendem Schneckenlager g für Ausrückwerke h vorgesehen, an deren Schneckenwelle die Stufenscheibe i unmittelbar aufgekeilt ist, welche durch Winkel- und Stirnräder k die Bethätigung von ihrer Gegenscheibe l erhält, während eine Stufenscheibe den Hauptantrieb besorgt. Am aufgeschraubten Bogenständer n ist ferner das Schlittenböckchen o aufgesetzt und das Schlittenlager entweder durch Feder werke oder Hebelgewichte in Schwebe erhalten. Ausserdem ist noch der Schlitten p für die Bandführung q mittels Gegengewichts r entlastet. Durchmesser der mit Gummireifen belegten Bandscheiben D = 1,22 m. Auch bei diesen Bandsägen taucht die untere Bandscheibe in einen mit Seifenwasser gefüllten Trog. Um die genaue parallele Lage der oberen Rollenachse zur unteren zu sichern, ist das Lager s am Schlitten dreh verstellbar gemacht.

Friedr. Krupp-Grrusonwerk's Bandsäge für Metalle.

Textabbildung Bd. 306, S. 233

Bei den Bandsägen der obigen Firma ist das Vorgelege unmittelbar an den Hohlgusständer a angeordnet, wodurch die Aufstellung der Maschine in hohen Werkräumen erleichtert wird. Bei der in Fig. 11 dargestellten kleineren Form mit Scheibendurchmesser D = 750 mm ist der Tischwinkel c an einer seitlichen Wange b geführt, während die Bethätigung der Tischspindel durch ein Schaltwerk d erfolgt, welches eine 25fache Abänderung der Schaltgrösse auch während des Betriebes ermöglicht (D. R. P. Nr. 58757; vgl. D. p. J. 1892 285 * 129). Durch ein angegossenes Stirnrad an der Bandscheibe f wird von Riemenscheibe g der Antrieb vermittelt, während die obere Bandrolle h in bekannter Art, jedoch fliegend mit ihrem Zapfen, in einem federgestützten Böckchen i schwebend erhalten wird. Zur Führung des Bandes ist der Stellschlitten k und zum Entfernen der Späne die Abstreifvorrichtung l vorgesehen.

Massey bezieh. Richards' Bandsägen.

Textabbildung Bd. 306, S. 233

S. Massey in Openshaw bei Manchester, sowie G. Richards und Co. in Broadheath bei Manchester bauen Bandsägen mit zwei über einander stehenden Bandrollen und schräg stellbarer Tischplatte. Um aber die Ausladung zu vergrössern, ohne zu einer Vergrösserung der Rollendurchmesser zu greifen, legen dieselben, wie in Fig. 12 gezeigt ist, das Sägeband über drei Rollen, von denen die dritte, rückwärts liegende angetrieben wird, wozu ein Satz Stirnräder mit Stufenscheibe dienen. Am Fusse des C-förmigen Sägegestelles a ist eine cylindrische Mulde b ausgearbeitet, in welcher der Ansatz des Tisches c Lagerung findet. Von der durch Räderwerk bethätigten Bandrolle d wird das Band von der unteren Rolle f abgezogen, wobei die obere Stellrolle g als Leitrolle wirkt. Stellschlitten h und Rückenführung i vervollständigen die hauptsächlich zu Curvenschnitten befähigte Sägemaschine, in welcher mit 1,1 m grossen Scheiben eine Ausladung von rund 1,5 m erzielt wird.

H. Ehrhardt's Bandsäge mit Pendeltisch.

Um die durch die Schnitt- bezieh. Werkstückshöhe bedingte Eingriffslänge des Sägebandes abzumindern, wird dem Werktisch eine langsam verlaufende Bogenschwingung ertheilt, wodurch der Boden der Schnittfurche eine ballige Gestalt erlangt. Zudem wird dem Schlittentisch eine durch Gewichtszug sich selbst regelnde Schaltung gegeben und so die schon früher bei Kreissägen in Anwendung gekommene Selbstschaltung auf die Bandsägen mit Vortheil übertragen. Die in Fig. 13 bis 16 vorgeführte Maschine besitzt 1 m grosse, 48 mm breite Bandrollen, einen Schlittentisch von 1,2 m Länge bei 1,0 m Breite, sowie 800 mm Ausladung.

Auf die Grundplatte a ist der Rollenständer b und der Tischbock c mit doppelter Bogenführung von 270 mm Halbmesser aufgeschraubt. In dieser Bogenführung schwingt ein Hebelstück d um die ideale Mittelachse, welche annähernd in die obere Tischebene gelegt wird. Hiernach erhält der Schnittboden im Werkstück eine Kreisform vom Halbmesser gleich dem Abstande dieser Schwingachse von der Zahnkante des Sägebandes.

An das Kopfstück dieses Hebels d ist die 1 m breite und 1,2 m lange Führungsplatte f für den ebenso langen Schlittentisch g angeschraubt, welcher mittels eines 12zähnigen Getriebes h (Fig. 16) durch Vermittelung eines gleichgrossen Zwischengetriebes i von 14 mm Theilung und einer Zahnstange von 42 Zähnen, welche in die Unterseite von g eingegossen sind, im Schaltgange durch Gewichtszug l bethätigt wird, der auf die Trommel k einwirkt und dessen Kette über eine am Ständer b sitzende Rolle m geleitet ist. Wie bei den besseren Bandsägen ist auch hier das obere Rollenlager n in der Schwebe gehalten, zu welchem Zweck |234| ein Gewichtshebel p die Zapfenmutter o für die Schraubenspindel des Lager Schlittens n untergreift. Der Antrieb wird von Fest-Losscheiben q (380 mm Durchmesser und 105 mm Breite) durch Vermittelung einer Rechtsgangschnecke mit 170 minutlichen Umdrehungen auf ein 37zähniges Schneckenrad r abgeleitet, welches die untere Bandrolle s mit (170 : 37) ∾ 4,6 Umdrehungen bezieh. mit 240 mm/Sec. Umfangsgeschwindigkeit bethätigt. Mittels Winkelräder t wird von der Rollenwelle eine Querwelle mit Excenter v betrieben, der, an dem Tischhebel d angelenkt, dem Tisch werke die vorerwähnte Schwingungsbewegung ertheilt.

Textabbildung Bd. 306, S. 234

Durch diese Einrichtungen wird diese Maschine von H. Ehrhardt zu einem der vollkommensten Sägewerkzeuge für Metalle. Zu erwähnen ist noch, dass an dem am Ständer b angeschraubten Arm u der Träger v für die Führungsrollen w stellbar befestigt ist.

Textabbildung Bd. 306, S. 234
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Ueber die Herstellung der Bandsägen vgl. H. Fischer in Zeitschrift d. V. d. Ing., 1897 Bd. 41 Nr. 47 S. 1343.

|231|

Nach Angabe der Schramberger Uhrfederfabrik vormals C. Weber in Schramberg, Württemberg.

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